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Lotti Huber ist tot

Schauspielerin verstarb überraschend an Herzversagen

Die kleine, große alte Dame (sie brachte es nur auf 1,50 Meter Körpergröße) war Beginn der 80er Jahre durch die Filme von Regisseur Rosa von Praunheim ("Unsere Leichen leben noch", "Affengeil") berühmt geworden und tingelte bis zuletzt durch Theater und Talkshows. Die 1990 unter dem Titel "Diese Zitrone hat noch viel Saft" veröffentlichte Autobiographie der Schauspielerin wurde zum Verkaufsschlager. Kein Wunder, konnte die quitschfidele Huber doch von einem bewegten Leben erzählen. Aufgewachsen als Tochter einer großbürgerlichen jüdischen Familie in Hamburg wurde sie im Berlin Opfer der Nationalsozialisten und ins Konzentrationslager Lichtenberg deportiert. 1938 kaufte eine amerikanische Organisation Huber frei, die daraufhin nach Palästina emigrierte. Über Ägypten, London und Zypern kehrte sie mit ihrem zweiten Mann, dem Briten Norman Huber, schließlich nach Berlin zurück. Erst vor einem Monat hat die Schauspielerin nach Angaben ihres Managers ein zweites autobiographisches Buch fertiggestellt. Es soll demnächst unter dem Titel "Drei Schritte vor und kein Zurück" erscheinen. Ihrem Wunsch gemäß soll Lotti Huber auf einem jüdischen Friedhof beigesetzt werden, ein Beerdigungstermin ist bislang noch nicht bekannt.


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