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Clownfisch Nemo französischer Abstammung?

Alles nur geklaut?

Disney und Pixar, die Studios hinter dem Animationshit "Findet Nemo”, sind von einem französischen Kinderbuchautor unter dem Vorwurf des Plagiarismus verklagt worden. Autor Franck Le Calvez sieht durch die Erfolgsanimation das Copyright an seinem im vergangenen Jahr in Frankreich veröffentlichten, illustrierten Kinderbuch "Pierrot Le Poisson Clown" verletzt. In seiner Klageschrift fordert er den Disney-Konzern auf, Nemo-Bücher und Merchandise aus französischen Shops zu entfernen.
In einem Statement sprach der Disney-Konzern der Klage jede Grundlage ab. Die Story zu "Findet Nemo" sei eigenständig entwickelt worden und könne daher keine Urheberrechtsverletzung darstellen.
Der 33-jährige Aquariumfreund Le Calvez sieht das natürlich anders. Nach seiner Aussage sicherte er sich den Clownfisch Pierrot bereits 1995 als Markenzeichen. Ein Drehbuch um den kleinen Clownfisch versuchte Le Calvez erfolglos bei den unterschiedlichen französischen Studios unterzubringen. Im Jahr 2000 habe er schließlich beschlossen, den Clownfisch Pierrot zur Hauptfigur in einem Kinderbuch machen, das 2002 in einer Auflage von nur 2000 Stück auf den Markt kam. Das nach wie vor unveröffentlichte Drehbuch ließ der Autor im selben Jahr bei der französischen Autorenvereinigung registrieren. Und dann das: Mit Erscheinen des Films "Findet Nemo" weigerten sich zahlreiche Buchhändler, Le Calvez Buch weiterhin zu verkaufen. Begründung: Die zu große Ähnlichkeit zu dem Disney-Werk. Und für genau diese, zumindest für Buchhändler scheinbar recht offensichtliche Ähnlichkeit, soll der Filmkonzern dem Autor nun Rede und Antwort stehen.
Eine erste Anhörung vor einem französischen Gericht ist für den 17 Februar vorgesehen.



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