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Depp konkurriert mit Mann um Alexander Litwinenko

Columbia Pictures gegen Warner Bros.

Der Regisseur Michael Mann ("Miami Vice") tritt mit dem Studio Columbia Pictures gegen Johnny Depp und Warner Bros. Pictures an: Beide planen einen Film über den Mord am ehemaligen KGB-Offizier Alexander Walterowitsch Litwinenko. Depp, der die Nachrichten über Litwinenkos Sterben aufmerksam verfolgte, hat vor wenigen Tagen mit seiner Firma Infinitum Nihil die Rechte an dem Buch "Sasha's Story: The Life and Death of a Russian Spy" erworben, welches der Journalist Alan Cowell vom Londoner New York Times-Büro zur Zeit schreibt. Vermutlich wird Depp selbst die Titelrolle übernehmen. Weitere Einzelheiten sind über das Projekt noch nicht bekannt.

Columbia sicherte sich indes für Mann die Rechte an "Death of a Dissident", einem ebenfalls noch unveröffentlichtetn Buch von Alex Goldfarb und der Witwe Marina Litwinenko. Warner hatte mitgeboten, musste aber schließlich passen. Laut dem Branchenmagazin Variety wird dieser Film ein klassischer Spionagethriller, der die Kollision zwischen den Machtstrukturen von KGB und der Nachfolgeorganisation FSB mit den ersten Großkapitalisten nach Glasnost beschreibt.

Alexander Walterowitsch Litwinenko starb am 23. November 2006 im Alter von 44 Jahren in London, nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen an einer Vegiftung mit der radioaktiven Substanz Polonium-210. Er gehörte zu den schärfsten Kritikern des russischen Präsidenten Wladimir Putin - des ehemaligen Chefs des FSB. In seinem letzten Interview beschuldigte Litwinenko Putin, seine Vergiftung angeordnet zu haben.



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