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Janet Leigh (1927-2004)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 06. Juli 1927 in Merced, Kalifornien, USA
Gestorben: ✟ 03. Oktober 2004 in Beverly Hills, Kalifornien, USA im Alter von 77 Jahren
Name: Jeanette Helen Morrison
Größe: 166 cm

Bildergalerie

Janet Leigh in 'Psycho'Psycho - Janet LeighPsycho - Janet LeighPsycho - Janet LeighPsycho - Janet Leigh, Anthony PerkinsPsycho - Janet Leigh

Biographie

Leighs richtiger Name war Jeanette Helen Morrison. Zum Film kam sie 1942, durch einen Zufall: Ihre Vater war der Rezeptionist eines Ski-Hotels in der Nähre von Reno. Seinen Schreibtisch zierte ein Foto von Janet – was die Schauspielerin Norma Shearer ("Die Frauen"), die sich soeben aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatte und mit ihrem Mann in dem Hotel übernachtete so beeindruckte, dass sie fragte, ob sie es ihrem Studio bringen dürfte. Ohne jegliche Schauspielerfahrung wurde Leigh dann als Fünfzehnjährige prompt für einen Vertrag über sieben Jahre bei MGM eingestellt.
Bekannt wurde sie zunächst nicht durch ihre Filmrollen in Werken wie "The Romance Of Rosy Ridge" (1947) und "Lassie in Hills Of Home" (1948), sondern durch ihre Heirat mit Tony Curtis 1951, der zu diesem Zeitpunkt ein aufstrebender Star war. 1956 kam Kelly Curtis zur Welt, 1958 Jamie Lee Curtis. Beide sind Schauspielerinnen. Leighs Ehe mit Curtis hielt bis 1962. In diesem Jahr verließ Curtis sie für die deutsche Schauspielerin Christine Kauffmann. Leigh heiratete im selben Jahr Robert Brandt, und diese Ehe hielt bis zu ihrem Tod.

Janet Leighs Karriere hob schließlich mit der Musicalkomödie "My Sister Eileen" (1955) ab. Dafür lernte sie von Bob Fosse tanzen. Ein Film, der bei Zeitgenossen floppte, aber heute zu den wichtigsten Filmen in Leighs Karriere gezählt wird, ist Orsen Welles' Drama "Touch Of Evil" ("Im Zeichen des Bösen"). Der Film ist eine eher düstere psychologische Studie, die sich um Korruption in einer mexikanischen Grenzstadt dreht. In einer recht exotischen Nebenrolle, als dunkelhaarige Zigeunerin, ist Marlene Dietrich zu sehen.
Und dann kam "Psycho". Der Thriller brachte Leigh eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin ein. Aber genau wie bei ihren Co-Stars Anthony Perkins und Vera Miles, wirkte sich die Rolle als Klischee auf spätere Besetzungen, von denen es immer weniger gab, aus. Ab Mitte der 60er spielte Leigh lediglich in einigen belanglosen Low Budget-Produktionen mit. Schließlich gab sie die Schauspielerei ganz auf und erschien nur noch in unbedeutenden Nebenrollen, mit Ausnahme von John Carpenters "The Fog" (1980). Carpenter hatte zwei Jahre zuvor Jamie Lee Curtis mit "Halloween" zu ihrer ersten signifikanten Hauptrolle verholfen. In den 80ern versuchte Leigh sich als Schriftstellerin: Zuerst mit ihrer eigenen Autobiographie "There Really Was A Hollywood" (1984) und schließlich mit Romanzen.

Leigh verstarb am 4. Oktober 2004 in Beverly Hills, an Vaskulitis.



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