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Kritik: What Happened to Monday? (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

In "What Happened to Monday?" stellte die schwedische Hauptdarstellerin Noomi Rapace einen neuen Rekord auf: noch nie zuvor verkörperte ein und dieselbe Darstellerin in einem Film sieben Charaktere. Der Science-Fiction-Thriller wurde inszeniert von Regisseur Tommy Wirkola, der 2013 seinen Durchbruch mit dem Fantasy-Action-Streifen "Hänsel und Gretel: Vampirjäger" feierte. Neben Rapace sind mit Willem Dafoe und Glenn Close zwei weitere hochkarätige Hollywood-Stars im Film zu sehen. "What Happened to Monday?" wurde 2015 in Rumänien gedreht, unter anderem in der Hauptstadt Bukarest sowie der Hafenstadt Constanta.

Liest man den Inhalt des Films, erwartet man vielleicht den ein oder anderen gesellschaftskritischen Ansatz, den Regisseur Wirkola hier womöglich verfolgt. Jedoch befasst sich der Film nicht wirklich tiefgründig und ernsthaft mit der Problematik der Überbevölkerung, die ja auch schon teils bei uns in der Realität angekommen ist. Das ist schade, denn so hätte man dem Film mehr inhaltlichen Gehalt sowie Komplexität verleihen können.

So wird aus "What Happened to Monday?" lediglich ein wenig überraschender und nur bedingt tiefschürfender Sci-Fi-Thriller. Allerdings ein überaus kurzweiliger und unterhaltsamer. Was vor allem an zwei Dingen liegt: den temporeichen Action-Sequenzen und durchaus intensiven, körperbetonten Kampf-Szenen einerseits. Und andererseits an Hauptdarstellerin Noomi Rapace. Ihr gelingt es tatsächlich, glaubhaft in sieben völlig verschiedene Figuren zu schlüpfen, die alle unterschiedliche Charaktereigenschaften, Persönlichkeiten, Körpersprachen etc., haben. Dass dies auf der Leinwand funktioniert, ist unter anderem einer Vielzahl an Perücken (von roten Zöpfen über mittellange blonde Haare bis hin zum schwarzen Pony), moderner CGI-Tricktechnik aber eben auch dem einnehmenden, überzeugenden Spiel von Rapace zu verdanken.

Nicht nur unterscheiden sich die sieben Karen Settmanns optisch sehr stark, auch der Kern ihres Wesens variiert beträchtlich. Es gibt die emotionale, ängstliche Schwester, die selbstbewusste und Kampfkunst-erprobte sowie diejenige Schwester, die eher ihre weiblichen Reize einzusetzen vermag. Entsprechend ihrer persönlichen Eigenschaften und Wesenszüge, verhalten sie sich dann auch im Kampf mit den Polizeistaat-Agenten. Was man unter anderem an der Art und Weise erkennt, wie sie sich im Kampf verhalten und welche Waffen beziehungsweise "Werkzeuge" (etwa ein Bügeleisen oder Bratfett) sie darin einsetzen.

Fazit: Trotz geringer inhaltlicher Tiefe und einer wenig ausgearbeiteten Dystopie ist "What Happened to Monday?" sehenswert geraten. Zu verdanken ist dies der vielseitigen Leistung und Wandlungsfähigkeit von Noomi Rapace sowie den durchaus spektakulären Action- und Kampfszenen.





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