Superhero Movie
US-Komödie vom "Die nackte Kanone"-Team: Rick Riker ist ein Loser - bis er sich dank eines Libellenstichs übernatürliche Kräfte entwickelt. Völlig talentfrei versucht er fortan als Superheld Dragonfly die Menschheit zu rettenInhalt- Rick Riker (DRAKE BELL) ist ein
Loser, wie er im Buche steht. Er ist ein Schwächling, saumäßig schüchtern und
sieht maximal mittelprächtig aus. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er
bei einem Laborbesuch von einer genmanipulierten Libelle gestochen wird. Jetzt
ist er Dragonfly - ein totaler Superheld mit übernatürlichen Kräften. Sein
leicht seniler Onkel Albert (LESLIE NIELSEN) und Kumpel Trey (KEVIN HART) sind
begeistert, und auch bei der hübschen Jill Johnson (SARA PAXTON) kann Rick
plötzlich punkten. Dumm nur, dass er seine Superhero-Nummer noch nicht so
richtig drauf hat. Beim Retten der Menschheit schießt Dragonfly zuweilen völlig
talentfrei über das Ziel hinaus, und das mit dem Fliegen ist auch noch stark
verbesserungswürdig…
Credits- Originaltitel: Superhero Movie
- Kinostart: 24.07.2008
- Filmlänge: 85 Min.
- Jahr: 2008
- Genre: Action, Komödie, Parodie
- Land: USA
- Verleih: Senator Film
- Regie: Craig Mazin
- Buch: Craig Mazin
- Kamera: Thomas E. Ackermann
- Produzent: David Zucker, Craig Mazin, Robert K. Weiss
- Darsteller: Jeffrey Tambor, Christopher McDonald, Leslie Nielsen, Keith David, Craig Bierko, Brent Spiner, Robert Joy, Pamela Anderson, Regina Hall, Robert Hays, Tracy Morgan, Kevin Hart, Sara Paxton, Nicole Sullivan, Drake Bell, Marion Ross, Ryan Hansen, Marisa Lauren, Charlene Tilton
- Tags: Sira Brand, Review, Kritik, review, critic
Filmkritik„Superhero
Movie“ stammt nicht von den Verantwortlichen für „Epic
Movie“, „Date Movie“ und „Meet the Spartans“, sondern wurde
von Robert K. Weiss und David
Zucker produziert – den kreativen Köpfen hinter Filmen wie
„Airplane!“ (Die unglaubliche Reise in einem verrückten
Flugzeug“), „Top Secret“ und „Die nackte Kanone“. Was auch
erklärt, warum er es wert ist, ein paar Sätze darüber
zu schreiben.
Allerdings
wurde durch die erstgenannten der Humor der Spoofs in den letzten
Jahren extrem runtergeschraubt – als Genre Parodie kann man keinen
davon mehr bezeichnen, auch „Superhero Movie“ nicht. Und wer
glaubt, das Niveau würde mit dieser Komödie wieder in
Richtung „Airplane!“ gehoben, wird enttäuscht. Als
lukrativste Zielgruppe haben sich zudem 11- bis 13jährige
herauskristallisiert, und diese Kids werden auch in „Superhero
Movie“ hofiert - mit ausgedehnten Furz- und Pinkelszenen, jeder Menge Referenzen
an Facebook/Youtube/MySpace, unbeholfenem Sexklamauk und etwa einer
Minute Pamela Anderson.
Die
Story: Rick Riker (Drake Bell) ist ein schüchterner Niemand, der
nach dem Tod seiner Eltern bei Onkel (Leslie Nielsen) und Tante
(Marion Ross) aufwächst, die hübsche Nachbarin (Sara
Paxton) anbetet und sich nach dem Biss einer radioaktiv behandelten
Libelle in „Dragon Fly“ verwandelt. Und so weiter...Der Film
erzählt „Spider-Man“ 1:1 nach, mit gefühlten drei
Minuten „X-Men“ und einer Minute „Batman“. Da Drake Bell
dabei tatsächlich einigermaßen sympatisch und nicht völlig
überzogen rüberkommt - obwohl er darauf beschränkt
ist, in reaction shots ein besorgtes Gesicht zu machen - könnte
Sam Raimi, wenn er es denn wollte, eine Plagiatsklage anstrengen.
Leslie Nielson liefert als Rikers unbedarfter Onkel ein paar
leidliche Gags, scheint aber nicht so recht bei der Sache zu sein.
Und die Präsenz von Marion Ross als goldige, wenn auch merkwürdige Tante dürfte
allein in den USA für Lacher sorgen, denn dort ist sie durch den
Serienklassiker „Happy Days“ als propere Mutti der Nation bekannt
– man stelle sich Inge Meysel dauerfurzend in einem „Bully“-Film
vor.
Die
Gags sind, wie gesagt, überwiegend lahm, teilweise abgenutzt,
aber immer noch nicht so grottig wie bei den „Spartans“.
Außerdem lohnt es sich, nach dem (ersten) Abspann sitzen zu
bleiben. Höhepunkt ist ein durchgeknallter Tom Cruise, der
offensichtlich seinem geifernden Scientologyvideo entnommen wurde.
Den Tiefpunkt bildet der Einsatz des gelähmten Wissenschaftlers
Stephen J. Hawking als Running Gag, was keinen Vorstoß in
Sachen politisch unkorrektem Humor darstellt – vermutlich die
Absicht der Verantwortlichen – sondern eine plumpe und überdies
schnell langweilig werdende Ausbeutung.
„Superhero
Movie“ ist als Zucker/Weiss-Produktion drittklassig, als
„Post-Spartans Movie“ zweitklassig und als auf eine Zielgruppe
hin maßgeschneidertes Kalauersammelsurium vermutlich der
Treffer. Sira Brand
Userkommentare Kommentar vom 17.05.2008go leslie go
| |