Auftakt des Double Features "Grindhouse" mit Kurt Russellals psychopathischer, narbengesichtiger "Stuntman Mike", der mit seinem Muscle Car Jagd auf hübsche, junge Mädels macht. Doch Mike hat nicht damit gerechnet, dass sich nicht alle Mädels in ihrer Partylaune so einfach stören lassen wollen
Inhalt
Texas. Hier sind die Straßen lang und einsam. Das ideale Jagdrevier für den Serienkiller Stuntman Mike (KURT RUSSELL). Mit seinem Muscle Car macht sich Mike auf die Jagd nach hübschen, jungen Mädels. In einer Bar lernt er die heiße texanische DJane Jungle Julia (SYDNEY TAMIIA POITIER) und ihre attraktiven Freundinnen (VANESSA FERLITO, JORDAN LADD und ROSE MCGOWAN) kennen. Sie trinken, flirten und albern herum, nicht ahnend, dass der Tod schon lauert.
Einige Zeit später genießen drei andere Frauen ihre freie Zeit. Zoë (ZOE BELL), Kim (TRACIE THOMS) und Abernathy (ROSARIO DAWSON) arbeiten beim Film und haben für ein paar Tage drehfrei. Bei einem Highspeed-Spielchen stößt das Frauen-Trio auf Mike. Doch diese Girls durchschauen schnell, mit welchem Typen sie es zu tun haben. Sie drehen den Spieß um und gehen zum Angriff über.
Die internationale Langfassung, die weltweit außerhalb der USA in den Kinos zu sehen sein wird, beinhaltet zusätzliche Szenen und ist daher länger als die amerikanische Version aus dem Double Feature.
Filmkritik
Der Begriff „Grindhouse“ bezeichnet in den USA der 60er und 70er Jahre populäre Kinos, die ihr Publikum mit billig produzierten Filmen im Doppelpack, also Double-Feature, erfreuten. Im Grindhouse gab es die unterschiedlichsten Genres zu sehen: Gangsterfilme, Monster- und Vampirfilme, Blaxploitation-Filme, Kung Fu-Filme, Highway- bzw. , Spaghetti-Western, Softpornos – ein Genrepool, aus dem sich Filmfreak und B-Picture-Fanatiker Quentin Tarantino schon häufiger bedient hat.
Mit dem Highway(-Killer)-Film „Grindhouse: Death Proof“ verbeugt er sich nun einmal mehr vor dem Exploitation-Kino. Sein Beitrag zu dem mit Robert Rodriguez ausgeheckten, als Doublefeature angelegten Projekt „Grindhouse“ ist ohne Frage ein echter Tarantino-Film: (zum Teil) toughe Frauenfiguren, ellenlange, mit Schimpfworten gespickte Dialoge, Sex 'n' Gore, geschliffen inszeniert, dabei optisch verspielt und mit allen Macken alter, „abgenudelter“ Filmrollen aufgemotzt, vollgestopft mit filmischen Zitaten, Verweisen auf das eigene Werk und Referenzen an die Pop-Kultur – ein Fest für Cineasten und Liebhaber des lustigen Zitate-Ratens.
Aber: „Death Proof“ zählt nicht unebdingt zu den besten Tarantino-Filmen, und das mag damit zusammenhängen, dass der in den USA als Doublefeature laufende „Grindhouse“ für die europäischen Kinos in zwei unabhängig voneinander laufende und um 20 Minuten verlängerte Einzel-Filme aufgeteilt wurde. Das Ergebnis ist ein Film, der zwar keine überlänge, aber eben doch einige unnötige Längen hat. Dabei ist der Rhythmus ohnehin gewöhnungsbedürftig, denn die Doublefeature-Struktur spiegelnd besteht „Death Proof“ aus zwei Teilen, quasi dem Originalfilm und der Fortsetzung. Störende Längen finden sich vor allem in der zweiten Hälfte von „Death Proof“. Das heißt: Wie so häufig fällt Teil zwei, also die Fortsetzung, im Vergleich zum Original deutlich ab. Ob das nun so gewollt ist (was Tarantino wohl zuzutrauen wäre) sei dahingestellt. Klar ist: 20 Minuten weniger hätten „Death Proof“ gut getan.
Fazit: Ein echter Tarantino-Film, aber nicht der beste. Fans und Cineasten werden ihren Spaß haben, aber wer einfach nur etwas spannendes sehen will, wird mit einem anderen Film vermutlich glücklicher.
8martin vom 01.05.2011 Man muss Tarantino mögen, um auf diesen Trash abzufahren. Zugegeben, der Soundtrack schafft Atmosphäre und lässt einen echt mitrocken. Aber das Wichtigste sind ja wohl die beiden spektakulären Carcrashs. Die sind optisch sehr gut umgesetzt und schockieren echt. Schnitt und Kamera vom Feinsten. Zur Einstimmung gab?s dann noch vorher einen blutigen Innenraum in dem Auto Namens ?Todsicher? mit einer Blondine. Aber dazwischen viel gähnende Leere. Niveauloses Gequatsche von Thekenschlampen. Da geht es natürlich nur um das Eine und außerdem noch darum, wer die Coolste ist. Wenn man es positiv sieht, läuft aber alles auf diese beiden Crashs hinaus. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass hier mal die Mädels die knallharten sind und dem Macho Kurt Russell mehr als nur kräftig einheizen. Typisch Tarantino: viel Gewalt mit Blut und Schmackes. Nichts zum Lachen, auch nichts zum Weinen. Hat man sich vom ersten Schocker erholt, kommt nach einer halben Stunde der zweite, ultimative. Sonderbar, dass Tarantino hier für ausgleichende Gerechtigkeit plädiert. Aber schon nach der amerikanischen Ethik von Auge um Auge?
8martin vom 01.05.2011 Man muss Tarantino mögen, um auf diesen Trash abzufahren. Zugegeben, der Soundtrack schafft Atmosphäre und lässt einen echt mitrocken. Aber das Wichtigste sind ja wohl die beiden spektakulären Carcrashs. Die sind optisch sehr gut umgesetzt und schockieren echt. Schnitt und Kamera vom Feinsten. Zur Einstimmung gab?s dann noch vorher einen blutigen Innenraum in dem Auto Namens ?Todsicher? mit einer Blondine. Aber dazwischen viel gähnende Leere. Niveauloses Gequatsche von Thekenschlampen. Da geht es natürlich nur um das Eine und außerdem noch darum, wer die Coolste ist. Wenn man es positiv sieht, läuft aber alles auf diese beiden Crashs hinaus. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass hier mal die Mädels die knallharten sind und dem Macho Kurt Russell mehr als nur kräftig einheizen. Typisch Tarantino: viel Gewalt mit Blut und Schmackes. Nichts zum Lachen, auch nichts zum Weinen. Hat man sich vom ersten Schocker erholt, kommt nach einer halben Stunde der zweite, ultimative. Sonderbar, dass Tarantino hier für ausgleichende Gerechtigkeit plädiert. Aber schon nach der amerikanischen Ethik von Auge um Auge?