Thriller nach wahren Begebenheiten: Eine US-Eliteeinheit von Bombenentschärfern im Irak kommt mitten im Krieg in einer Stadt zusammen, in der jeder ein potentieller Feind ist - und jedes Objekt eine potentielle Bombe
Inhalt
Hölle und Alptraum, Adrenalinrausch und Abenteuer? Der Krieg hat viele Gesichter. Hautnah an den Männern mit dem gefährlichsten Job der Welt zeigt "Tödliches Kommando" Elite-Soldaten eines Bombenräumkommandos im Irak: Diese Männer werden eingesetzt, wo das Risiko im brennenden Kriegsalltag am größten ist. Tag für Tag, Stunde für Stunde ist der Tod ihr ständiger Begleiter und oftmals nur einen Wimpernschlag, ein kurzes Fingerzucken entfernt. Als der Vorgesetzte von Sergeant JT Sanborn (Anthony Mackie) und Specialist Owen Eldridge (Brian Geraghty) im Einsatz stirbt, bekommt das Kommando einen neuen Anführer: Staff Sergeant William James (Jeremy Renner). Ein Einzelkämpfer, der das Spiel mit dem Tod liebt und sein Team in ein waghalsiges Katz-und-Maus-Spiel treibt. Während Sanborn und Eldridge vergeblich versuchen, ihren neuen Kommandanten zu kontrollieren und dabei an ihre physischen und psychischen Grenzen gelangen, explodiert die Stadt im Chaos des Häuserkampfes…
8martin vom 21.03.2012 ?Krieg ist eine Droge? heißt es im Vorspann, der Film ist es nicht. Er schreckt aber auch nicht ab. Hier ist der Hauptdarsteller die permanente Gefahr und seine Schwester die Angst. Beides versuchen die Soldaten im Irak-Einsatz mit Zynismus oder schmutzigen Sprüchen zu überspielen. Und ebenso wie die Akteure stumpft der Zuschauer auch im Laufe der Handlung ab. Dieser Gewöhnungsprozess wird durch die dokumentarische Art und Weise verstärkt, mit der hier Regisseurin Kathryn Bigelow herangegangen ist. Es gibt keinen Höhepunkt, keine dramatische Entwicklung, sondern nur Einblicke in einen ?Verletzten Spind? (Originaltitel!), was auf das Innenleben der Soldaten hinweisen könnte. Im ersten Teil ist es das Entschärfen von Bomben, im zweiten sind es Kampfhandlungen in der Wüste und im dritten geht es um Saufen, Privatisieren und männliches Kräftemessen. Und zwecks Niveauanhebung gibt es noch einen Nachschlag: der Held bei Frau und Tochter. Trotz 6 Oscars hat mich der Film nicht wirklich berührt. In der Abteilung Dokumentation, die ?fully embedded? war, gab?s das auch schon. Vielleicht hat hier Amerika sein Kriegstrauma abgearbeitet.
filmfuzzy vom 20.07.2009 Die amerikanische Filmzeitschrift Variety sagt über sie: "Kathryn Bigelow ist eine kühne und talentierte Filmemacherin, die entschlossen ist, die Grenzen zu sprengen, in denen weibliche Regisseure arbeiten". Das schlug sich in Filmen wie (1990)"Blue Steel", "Gefährliche Brandung" (1991) und in ihrem letzten Kinofilm aus dem Jahre 2002 "K-19: K19-Showdown in der Tiefe" nieder. Zwischendurch arbeitet sie immer wieder erfolgreich für das Fernsehen. Jetzt hat sie sich wieder einmal an einen brisanten Stoff für das Kino gewagt. Drehbuchautor und Mitproduzent Mark Boal reiste als eingebetteter Journalist mit einem Bombenentschärfungskommando durch Bagdad. Er lebte bei den Truppen und begleitete sie auf ihren täglichen Einsätzen. Diese unmittelbaren Erfahrungen waren die Inspiration für das Drehbuch zu "TÖDLICHES KOMMANDO", das er kurz nach seiner Rückkehr aus dem Irak zusammen mit Kathryn Bigelow entwickelt. Sie üben einen der gefährlichsten Berufe aus die man sich denken kann. Bombenentschärfer beim Militär und das in einer der gefährlichsten Gegenden der Welt, in Bagdad. Sergeant William James (Jeremy Renner), Geheimdienstmann J.T.Sanborn (Anthony Mackie) und der Scharfschütze Owen Eldrige (Brian Geraghty). Kreuz und quer streifen die Männer durch die Stadt. Dorthin, wo dünne Kabel unter Schutt und Geröll Hinweise auf lebensgefährliche Bomben geben. James kann den Sprengkörper entschärfen, nur um alsbald festzustellen, dass an derselben Strippe noch sieben weitere hängen. Die nächste Aufgabe lauert in einem verboten abgestellten Auto mit einer Ladung Bomben im Kofferraum. In der brütenden Hitze nimmt James das Auto auseinander, um den in der Scheibenwischeranlage versteckten Zünder zu finden. Jeder Tag bringt neue unbekannte Gefahren und Situationen für die Truppe. Das scheint Sergeant James wenig zu kümmern. Wie ein Cowboy im Wilden Westen mutet er bisweilen an, und entsprechend schockiert sind Sanborn und Eldridge über sein Verhalten, das ihnen wie eine leichtfertige Missachtung militärischer Regeln und Sicherheitsmaßnahmen erscheint. Noch wenige Tage müssen sie überstehen, dann kommt turnusmäßig die Ablösung nach Hause. Doch James hat Probleme, wenn er zuhause bei seiner Frau und Sohn ist. Mit dem Alltag kommt er nicht zurecht. Bald darauf sieht man wie Oberfeldwebel William James im Irak wieder aus einem Militärflugzeug steigt. Noch 365 Tage bis zur turnusmäßigen Ablöse. Kathryn Bigelow dringt mit ihrem packend realistischen Porträt einer Elite-Mannschaft von Bomben-Entschärfern tief ein in eine Lebenswelt am Limit menschlicher Belastbarkeit. TÖDLICHES KOMMANDO ist Adrenalin-Kino pur: rasanter Nervenkitzel in spektakulär wirklichkeitsnahen Bildern. 124 Minuten - Ein Film, der wieder einmal die Sinnlosigkeit des Krieges zeigt. Nicht für zarte Gemüter. Ab 13. August 2009 im KINO.