Drama: 18 Monate kämpfte Mike Deerfield im Irak, überlebt den Krieg, wird aber nach seiner Rückkehr in die Heimat plötzlich vermisst. Mikes Vater (TOMMY LEE JONES), macht sich auf, um direkt an Mikes Armeestützpunkt das rätselhafte Verschwinden seines Sohns aufzuklären und ihn wiederzufinden. Was der Vietnamveteran schließlich mit Unterstützung von der Polizistin Emily Sanders (CHARLIZE THERON) entdeckt, ist eine grausige Wahrheit und ein Netz aus Korruption und Lügen
Inhalt
Eine Kleinstadt, irgendwo in Tennessee. Ein Anruf durchbricht die Stille eines tristen Novembermorgens. Hank Deerfield (TOMMY LEE JONES) erstarrt, als er beunruhigende Nachrichten von der Militärbasis in Fort Rudd erfährt. Sein Sohn Mike (JONATHAN TUCKER), muss er überrascht hören, ist vom Kriegseinsatz im Irak bereits zurückgekehrt, gilt aber seit einigen Tagen als vermisst. Unverzüglich bricht der Vietnamveteran nach New Mexico auf.In Fort Rudd angekommen, wirkt Deerfield verloren. Niemand kennt ihn aus vergangenen Tagen als Militärpolizist, keiner scheint das Verschwinden seines Sohns ernst zu nehmen. Nicht ungewöhnlich sei so etwas nach Kriegseinsätzen, beschwichtigt der verantwortliche Offizier, Lieutenant Kirklander (JASON PATRIC). Auch Mikes Zimmergenosse Gordon Bonner (JAKE McLAUGHLIN) und die anderen Kameraden aus seiner Irakeinheit, Penning (WES CHATHAM) und Long (MEHCAD BROOKS), bagatellisieren das Rätsel um Mike, hinter dem wohl nur eine besonders attraktive Frau stünde. Doch Deerfield bleibt misstrauisch, beginnt nach Spuren seines Sohns zu suchen.Detective Emily Sanders (CHARLIZE THERON) hat einen schweren Stand bei der Polizei von Bradford, New Mexico. Sie ist neu im Team von Chief Buchwald (JOSH BROLIN) – eine attraktive, aber von Sorgen gezeichnete Frau, die allein für ihren Sohn sorgen und auf dem Revier den unverblümten Sexismus ihrer männlichen Kollegen ertragen muss. Entnervt verweist sie auf die Militärpolizei, als Hank Deerfield eine Vermisstenanzeige aufgeben will. Sein Sohn, der 18 Monate sein Leben für sein Land eingesetzt hat, verdiene eine bessere Behandlung, protestiert er vergeblich. Zurück im Motel sichtet er ein restauriertes Video, das ihm zugemailt wurde: Zu sehen sind Bruchstücke eines Krieges, gestörte Bilder von brennenden Autos, verlassenen Panzern, von GIs, die ausgelassen lachen, aber auch in Panik geraten. Was nur ist dort passiert, überlegt Hank, und welche Rolle hat Mike dabei gespielt?
8martin vom 14.09.2010 Vielfach überschätzter Film über die seelischen Folgen des Irak-Krieges. Man ist redlich bemüht, die abgestumpfte Gefühlswelt der Gis nach ihren Einsätzen zu schildern. Die entscheidenden Verhörszenen haben aber leider etwas Dokumentarisches an sich. Und da man weiß, dass Tommy Lee Jones ja immer seinen Fall aufklärt, kommt auch keine Spannung auf. Susan Sarandon bleibt reduziert als marginale Heulsuse und Charlize Theron ist glatt fehlbesetzt. Sie hetzt mit raumgreifenden Schritten durchs Revier und bleibt blass - nicht nur im Gesicht. Man nimmt ihr einfach diese nervigen Recherchen nicht ab. Wenn dann etwas übertrieben und unerwartet kurz auf die emotionale Karte gesetzt wird, beeindruckt das wiederum wenig. Zwei Szenen sind nicht schlecht gelungen und heben sich wohltuend vom Rest ab: die titelgebende Geschichte, die T.L.J. freundlich aber in seiner ruppigen Art dem kleinen Jungen als Betthupferl erzählt und der abschließende Gag mit der US Nationalflagge. Da hat Paul Haggis schon Besseres abgeliefert.