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Hereafter - Das Leben danach

Userwertung 8/10

Hereafter

Fantasy-Drama von Clint Eastwood: Drei Menschen aus drei Ländern werden mit ihrer eigenen Sterblichkeit konfrontiert und begeben sich auf eine Suche nach Wahrheit, die sie schließlich zusammenführt...
Hereafter - C CILE DE FRANCE und MATT DAMON 2010 Warner Bros EntHereafter - C CILE de FRANCE JESSICA GRIFFITHS und LISA GRIFFITHS 2010 Warner Bros EntHereafter - C CILE de FRANCE und THIERRY NEUVIC 2010 Warner Bros EntHereafter - C CILE de FRANCE 2010 Warner Bros EntHereafter - MATT DAMON 2010 Warner Bros EntHereafter - FRANKIE GEORGE McLAREN 2010 Warner Bros Ent
Inhalt
  • Drei Menschen, werden auf unterschiedliche Weise mit ihrer Sterblichkeit konfrontiert: Der amerikanische Arbeiter George (Matt Damon), entwickelt eine besondere Verbindung zum Jenseits. Auf der anderen Seite des Atlantiks wird die französische Journalistin Marie (Cécile de France) durch ein Nahtoderlebnis traumatisiert. Und als der Londoner Schuljunge Marcus (Frankie/George McLaren) den Menschen verliert, der ihm am nächsten steht, lässt ihn das Unerklärliche fast verzweifeln. Alle drei sind auf der Suche nach der Wahrheit, und als sich ihre Wege kreuzen, machen sie dank ihres Glaubens an ein Leben nach dem Tod fundamentale Erfahrungen.
Awards, Auszeichnungen und Preise
Filmkritik
  • Dass sich der 80-jährige Clint Eastwood mit dem Tod beschäftigt, ist an sich nicht erstaunlich. Schon in "Mystic River" und "Million Dollar Baby" hat er sich mit dem Sterben auseinandergesetzt, wenngleich unter anderen Vorzeichen. Ging es in "Mystic River" um vergangene Schuld und in "Million Dollar Baby" noch um Sterbehilfe, so ist Clint Eastwood mit "Hereafter" im Jenseits angekommen.

    Die Handlung besteht aus drei Erzählsträngen, die weitgehend parallel verlaufen: Die französische Star-Journalistin Marie (Cécile de France) wird in Indonesien von dem Tsunami auf dem Markt überrascht und hat ein Nahtoderlebnis. Sie kehrt aus dem "Hereafter" zurück, stellt sich aber unweigerlich die Frage, wie sie mit diesen Erfahrungen weiterleben soll. In London leben die zwölfjährigen Zwillinge Marcus und Jason (Frankie und George McLaren) in einer Sozialbausiedlung, kümmern sich um ihre drogensüchtige Mutter und schlagen sich tapfer durchs Leben. Doch dann stirbt Jason bei einem Unfall. Marcus verliert seinen Bruder, der sich bislang immer um alles gekümmert hat und landet in einer Pflegefamilie. Dort wird er von dem Wunsch geplagt, mit seinem toten Bruder in Kontakt zu treten. Der dritte Handlungsstrang erzählt nun von dem Amerikaner George Lonegan (Matt Damon), der lange Zeit als Medium gearbeitet hat, mittlerweile aber eine Beschäftigung als Lagerarbeiter vorzieht. Er versucht verzweifelt, ein normales Leben zu führen. Aber schon eine Berührung mit der Hand reicht aus, um von fremden Menschen intime Geheimnisse zu erfahren.

    Leider lässt der Film keinen Zweifel an Georges Gabe, die er darüber hinaus gebetsmühlenartig als Fluch bezeichnet. Stattdessen wird diese Kontaktaufnahme mit dem Jenseits in überflüssigen und für Eastwood ganz und gar untypische Bilder gefasst. Ohnehin lässt der Film nur wenig Interpretationsraum. Die Existenz eines "Hereafter" wird als gegeben angenommen, auch die Figuren erhalten kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Maries Begegnung mit dem Tod führt dazu, dass sie sich nicht mehr auf die Gäste ihrer Politsendung konzentrieren kann. Sie nimmt sich eine Auszeit, in der sie letztendlich ein esoterisches Buch verfasst. George hadert weiterhin mit seiner Gabe/Fluch, während Marcus auf der Suche nach einem Medium allerhand Scharlatanen begegnet, die er aber schnell durchschaut. Problematisch wird es vor allem im letzten Drittel des Films, als erst in geschmackloser Weise die Terroranschläge von London verbraten werden und dann noch die drei Figuren entgegen aller Wahrscheinlichkeit zusammengeführt werden. Diese Wendung ist sehr konstruiert und unglaubwürdig, zumal hier der Film durchaus Ansätze von einer romantischen Komödie zeigt. Hinzu kommt außerdem noch ein völlig überflüssiges und unnötig kitschiges Happy End.

    Fraglos reicht Eastwoods Können dennoch aus, um aus "Hereafter" einen unterhaltsamen Film zu machen. Gerade in den ersten Minuten konzentrieren sich Eastwood und sein Drehbuchautor Peter Morgan auf die drei Figuren und entwickeln in jedem der Handlungsstränge interessante Aspekte. Leider verlieren sie sie aus den Augen und kommen im Verlauf des Films im esoterischen Mittelmaß an. Dabei könnte jeder der drei Handlungsstränge einen eigenen Film tragen. Deshalb stellt sich am Ende des Films vor allem die Frage, ob der Name Clint Eastwood weiterhin gute Filme garantiert oder er sich durch seine ungeheure Produktivität zu wenig Zeit zur Entwicklung seiner Stoffe lässt. Denn an vielen Stellen liefert er in "Hereafter" auf kluge Fragen fadenscheinige Antworten.

    Fazit: Mit "Hereafter" hat Clint Eastwood einen durchschnittlichen Hollywoodfilm inszeniert, der viel Potential verschenkt und vor allem im letzten Drittel enttäuscht.

    Sonja Hartl






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Userkommentare
Katrin vom 22.02.2011
Für mich ist es ein sehr guter Film mit wenigen Einschränkungen. Ich fand ihn glaubwürdig und das angeprangerte Happy-End hat seinen berechtigten Platz. Ich bin erfüllt und glücklich aus dem Kino gegangen.
Tanja... vom 17.02.2011
finde den film sowas von langweilig...habe mir nach einer mir sehr lang vorkommenden stunde überlegt, ob ich den saal verlassen soll. bin aber schießlich doch sitzen geblieben da ich auch geld dafür bezahlt habe. Die anfangsszene mit dem tsunami ist gelungen, jedoch anschließend unnötig in die länge gezogen. vom schluss will ich gar nicht erst schreiben...totaler schwachsinn meiner meinung nach.
ein leben nach dem tod? -> ja ok ich glaube daran aber der film war einfach nur mies
macht euch trotzdem euer eigenes bild ... geschmäcker sind verschieden
paolo123 vom 13.02.2011
Leider hat Frau Hartl den Film ganz offensichtlich nicht verstanden. Es ist einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe!
marie vom 10.02.2011
tja, ich fand den film erschütternd gut. und glaube, dass die zusammenfassung bereits in dem liegt, was marie lelay in ihrem vortrag zum buch sagt.
Ruhrbürger vom 06.02.2011
Hereafter ist ein toller Film. Die Story ist stimmig, die Bilder sind gut und die Atmosphäre ist hervorragend. Dieser Film berührt, da er in der Lage ist die Gefühle der Protagonisten herauszuarbeiten. Man kann sich in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen und von den eigenen Emotionen hinreißen lassen. Und das tollste: Das Thema 'ein Leben nach dem Tot' gibt nur den Rahmen vor und 'belästigt' den Zuschauer nicht. Dies ist kein ideologischer Film, sonder ein Film, der unterschiedliche Lebensabschnitte von drei verschiedenen Personen zeigt, die am Ende kurz aufeinander treffen. Außerdem: Toll, daß die französischen Passagen nicht synchronisiert wurden, sondern im Original mit Untertitel gezeigt werden.
Cora vom 31.01.2011
Ich kann nur sagen, dass ich Clint Eastwood für diesem Film danke.Ich war wirklich sehr bewegt. Nicht unbedingt wegen des Themas, denn ich glaube schon lange an ein Leben nach dem Tod,sondern wie der Film die Art und Weise verdeudlicht, wie unsere Gesellschaft noch immer mit Tod und Sterblichkeit umgeht.Die Intoleranz und Engstirnigkeit, mit der sich die Charaktere des Films herum schlagen müssen, sobald sie mit anderen über ihre Erfahrungen oder Überzeugungen sprechen,kommt mir nur all zu bekannt vor.Ich habe nicht vor groß auf die fantastische Leistung aller Beteiligten dieses Werkes einzugen, weil es die Aura dieses Films nur kaputt machen würde.Ein brillianter, stiller Film der sich,ganz gegen den momentanen Trend der Filmindustrie, traut seine Botschaft offen zu formulieren und die Zuschauer nicht in hundert möglichen Interpretationsansätzen sitzen lässt.

antje vom 30.01.2011
Was soll ich zu dem Film sagen?! Naja nach knapp zwei Stunden habe ich mich gefragt, wann beginnt der Film endlich .. Die einzelnen Schicksalsgeschichten der Personen die den Nahtod miterlebt haben fand ich anfänglich spektakulär. Der Tsunamie war gut dargestellt. Allerdings zu heftig für den Beginn des Film. Ich war kurzzeitig irritiert. Die darauffolgende halbe Stunde war sehr langatmig. Untertitel die man mitlesen musste, waren zum größten Teil überhaupt nicht ausschlaggebend für den Film und seinen Verlauf. Völlig daneben meiner Meinung nach. Die rührenste Szene(n) waren die der Zwillingsbrüder. Die Rolle von Marcus wurde von dem Jungen hervorragend gespielt. Matt Damon fand ich jetzt nicht so toll. Auch von dem Reading habe ich mehr erwartet. Sehr fad. Und über das Ende brauchen wir nicht reden, dass fand ich mehr als dünne.
Was wollte uns Clint Eastwood mit dem Film nahe bringen? Das es ein Leben nach dem Tod gibt?
Ich habe keinen blassen Schimmer. Nur eins weiß ich, dass Kinogeld hätte ich mir sparen können. Aber macht euch selbst ein Bild.. Viel Spaß beim Schauen ;o)
Klee vom 23.01.2011
Mich hat der Film gar nicht beeindruckt. Die Spannung hat mir aber auch gefehlt und die Schlussszene war irgendwie auch nur banal. Evtl. besser ausgearbeitete Dialoge hätten den Film interessanter gemacht. Der Autor wollte anscheinend zum Nachdenken bewegen, was ihm allerdings (bei mir) misslungen ist. Matt Damon hat auch nur fade gespielt. Am Besten fand ich die Zwillingsbrüder, in so einem jungen Alter ein ernstes Thema von Leben und Tod zu spielen, ist hervorragend.
filmfuzzy vom 23.01.2011
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Eine heikle und viel diskutierte Frage, auf die es viele Ansichten, aber keine konkreten Antworten gibt. Mit diesem spannenden Thema setzt sich jetzt Filmikone und Regisseursveteran Clint Eastwood auseinander.
Vorlage war ein Drehbuch des vielfach ausgezeichneten Peter Morgan (Frost/Nixon). Der Anlass war der plötzliche Tod eines Freundes. Bei der Beerdigung dachte er "Wo ist er jetzt"? Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, für seine Drehbücher ausführlich zu recherchieren, schrieb er dieses Mal völlig vom Gefühl geleitet.
Drei Menschen werden auf unterschiedliche Weise mit dem Tod konfrontiert. George (Matt Damon) ist ein einfacher Arbeiter, der eine besondere Gabe hat. Sobald er einen Menschen berührt hat er Visionen und ist in der Lage mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen.
Marie (Cecile de France) ist Journalistin bei einem französischen Fernsehsender. Mit ihrem Freund Didier macht sie Urlaub ich Thailand. Dort wird sie vom Tsunami überrascht. Die Welle reißt sie mit, und während sie ertrinkt, hat sie eine Vision.
Alles wird ruhig und pechschwarz. Dann kommt ein Licht auf sie zu. Als sie wieder zum Bewusstsein kommt, findet sie Didier. Sie findet nicht in ihr altes Leben zurück und schreibt darüber ein Buch.
In London leben die Zwillinge Jason und Marcus. Als Jason bei einem Unfall stirbt, bricht für Marcus eine Welt zusammen. Seine drogensüchtige Mutter kann ihm nicht helfen und so versucht mit allen Mitteln Kontakt mit Jason aufzunehmen.
In London schließlich kreuzen sich die Wege der Drei auf der Suche nach der Wahrheit.
Der mittlerweile 80jährige Regisseur Clint Eastwood hat wohl selbst über dieses Thema sinniert und deshalb diesen doch sehr kontrovers diskutierten Stoff verfilmt.
Ein klein wenig zu lang geraten, und mit einer Filmmusik, die nicht ganz zu den Bildern passt. Und es dauert eine Weile bis Spannung in die Angelegenheit kommt. Da sind wir schon bessere Filme von ihm gewöhnt.
130 Minuten ? für Freunde des Übernatürlichen.
Ab 27. Januar 2011 im KINO.



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