US-Animationskomödie in 3D: Bösewicht Megamind ist durchtrieben, brillant - und erfolglos. Bis eines Tages sein Gegenspieler, der Superheld Metroman, getötet wird. Eigentlich die Erfüllung von Megaminds Träumen. Doch ist das Leben eines Bösewichts nicht sinnlos, ohne einen Gegenspieler?
Inhalt
Megamind ist der Name des durchtriebensten und brillantesten Bösewichts, der jemals auf der Erde sein Unwesen getrieben hat. Zufällig ist er aber auch der Erfolgloseste. Im Laufe der Jahre hat Megamind immer wieder versucht, auf jede nur erdenkliche Weise die Stadt Metro City zu erobern. Doch jeder Versuch erwies sich als kolossaler Fehlschlag. Und zwar wegen eines maskierten Superhelden namens Metroman, einem wahrhaft unbesiegbaren Helden – bis er von Megamind eines Tages bei der Vereitlung eines von dessen bösen Plänen tatsächlich getötet wird. Doch damit ist Megaminds Existenz jedes Sinnes beraubt! Ein Superbösewicht ohne Supergegenspieler? Undenkbar! Die Erfüllung all seiner Träume ist das Schlimmste, was ihm widerfahren konnte. Es gibt nur einen Weg aus dieser Sackgasse – Megamind erschafft einen neuen Gegenspieler mit größeren Superkräften, als Metroman sie jemals hatte: Titan. Die Sache hat nur einen Haken. Titan möchte die Welt nicht retten, er möchte sie zerstören. Und nur einer ist in der Lage, Titan daran zu hindern. Jetzt muss Megamind sich entscheiden: Kann er seine eigene teuflisch bösartige Kreation besiegen … Und noch viel wichtiger: Will er das überhaupt? ...
Superschurke vs. Superheld. Diesen Grundkonflikt vieler Comics greift Dreamworks gekonnt auf, überspitzt und reichert ihn an mit einer ordentlichen Portion Humor. Zusammen mit der überzeugenden technischen Leistung, gelingt ein actionreiches, wenngleich storyschwaches Werk, das sich wacker gegen das Konkurrenzprodukt "Ich, einfach unverbesserlich" schlägt, aber im Hinblick auf charakterliche Tiefe unterliegt. So fallen diese im letztgenannten weitaus sympathischer und interessanter aus. Megamind mit seinem stetigen Machtstreben und der zugleich tollpatschigen Art hat zwar durchaus Stil, kann aber mit den anderen vertretenen Stereotypen im Vergleich zu Figuren wie Scrat oder Gru einfach nicht mithalten. Mit typischen Sidekick-Charakteren dreht man etwas an der Humor-Schraube, was aber noch lange nicht heißt, dass auch jeder Gag zündet.
Während die Handlung wie bereits angesprochen mit einigen Schwächen aufwartet aber gegen Ende durchaus überraschen kann, unterstützt der atmosphärische Soundtrack (u.a. AC/DC) das übertriebene Geschehen perfekt.
Im Vergleich zu Animationsfilmen wie "Madagascar", "Ice Age" oder eben "Ich, einfach unverbesserlich" hinkt "Megamind" deutlich hinterher. Er kann sich zwar sehen lassen und sorgt für zwei unterhaltsame Stunden, ist aber einfach zu übertrieben, an manchen Stellen gar nervtötend und albern, als dass seine Charaktere länger haften blieben. Also: Nicht der beste Animationsfilm der letzten Zeit, aber trotzdem ein großes Stück gute Unterhaltung.
filmfuzzy vom 10.11.2010 Hilfe! Sie erschlagen uns bald. Gemeint sind die Animationsfilme. Und zwar in 3D und vom Computer generiert. Zurzeit sprießen sie wie Pilze aus dem Boden. Mit dem Ergebnis, diese Flut bringt auch viel Schrott auf die Leinwand. Knapp daran vorbei schafft es ?Megamind?. Dreamwork die für dieses Produkt verantwortlich zeigen, habe doch so herrliche Filme wie Shrek und Madagaskar hervorgebracht. Warum hat man hier bei den Charakteren ziemlich geschludert? Mit einem bisschen mehr an Sorgfalt wäre diese Parodie auf alle Superheldenfilme ein Genuss geworden. Der Witz und die brillante Animation sind dagegen wirklich gelungen. Und auch das 3D Format ist hier angebracht. 96 Minuten ? tauglich als Familienunterhaltung.