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TV-Tipps für Samstag (16.6.): Ein Bösewicht sucht seinen Gegenspieler

Sat1 zeigt "Megamind"

Gegen König WM-Fußball treten heute Abend mit dem Animationsstreifen "Megamind" im Sat1-Hauptprogramm ein Film für die ganze Familie, und im Spätprogramm von RTL2 mit "Dawn of the Dead" ein Horrorfilm für ein etwas älteres Publikum an.

"Megamind", Sat1, 20:15 Uhr
Der Superbösewicht Megamind (gesprochen von Bastian Pastewka / im Original von Will Ferrell) besiegt endlich seine Nemesis, den Superhelden Metro Man (Oliver Welke / im Original Brad Pitt). Aber ohne einen Gegenspieler verliert sein Leben seinen Sinn, und er muss es mit etwas Neuem füllen.

Dieser DreamWorks-Animationsfilm aus dem Jahr 2010 stellt die reizvolle Frage: Was macht das Böse eigentlich, wenn es triumphiert hat? Regisseur Tom McGrath ("Madagascar") nutzt diese Ausgangslage für einen netten, wenn auch unspektakulären Spaß, der mit klasse Bildern punktet, allerdings in Sachen Handlung einiges wiederkäut, was aus anderen Zeichentrickfilmen bereits (besser) bekannt ist. Dieser gemischter Eindruck war dann für diese mit 130 Millionen Dollar recht teure Produktion für einen weltweiten Erfolg von 321 Millonen Dollar gut. Aber nicht gut genug für das von "Shrek" und "Madagascar" erfolgsverwöhnte Studio, die daher auch keine "Megamind"-Fortsetzung mehr produzierten.

Kritiker Jeff Beck schrieb für "The Examiner": "Der Film bietet vorzügliche Bilder, eine gute Geschichte und ausreichend witzige Dialoge, um das Ganze zu einer vergnüglichen Angelegenheit zu machen."



"Dawn of the Dead", RTL2, 22:55 Uhr
Eine Krankenschwester (Sarah Polley), ein Polizist (Ving Rhames), ein junges Ehepaar (Inna Korobkina und Mekhi Phifer), ein Verkäufer (Jake Webber) und andere Überlebende verschanzen sich in einem riesigen Einkaufszentrum vor mörderischen Zombies.

Eine Neuverfilmung von George Romero's Zombie-Streifen "Dawn of the Dead" aus dem Jahr 1978 schien keine gute Idee zu sein, denn der Horrorfilm wurde von Fans des Genres als Klassiker hoch gehalten. Doch Produzent Eric Newman, selbst Anhänger des Originals, war überzeugt, dass ein Remake das sein könnte, was die Wiederverfilmungen von "Invasion of the Body Snatchers", "The Thing" und "The Fly" für ihre Fünfziger Jahre-Originale gewesen waren - Modernisierungen, welche "die Originale erweiterten, statt sie schmälern", wie Newman erklärte.

Die Regie und das Budget in Höhe von 26 Millionen Dollar vertrauten Eric und Universal Pictures dem Regiedebutanten Zack Snyder ("Justice League") an, der seine Spielfilmpremiere mit einem detaillierten Ablaufplan Szene für Szene sorgfältig plante. Das Drehbuch schrieb mit James Gunn ("Guardians of the Galaxy Vol. 2") ein weitere Fan der Romero-Version.

Gedreht wurde das im US-Staat Wisconsin spielende Werk im kanadischen Thornhill in der Provinz Ontario, wo das Produktionsteam ein leer stehendes Einkaufszentum aufgetan hatte. Ganz im Gegensatz zu sonstigen Gepflogenheiten wollten diesmal keine Firmen und Geschäfte ihren Namen im Film sehen. Bis auf zwei Unternehmen, denen es nichts ausmachte, den Hintergrund für blutrünstige Zombie-Schlachten abzugeben, sind daher alle Geschäfte und Waren im Einkaufszentrum mit fiktiven Namen versehen.

Snyder's Entscheidung, nicht mehr hinter die schnellen und nicht mehr länger nur schlurfenden Untoten zurück zu gehen, die Danny Boyle 2002 mit "28 Days Later" eingeführt hatte, brachte ihm Kritik von Romero und den Gralshütern der reinen Zombie-Lehre ein, aber die Rezensenten überzeugte der damals 37-Jährige. Sein dynamischer, brutaler und dem Original ebenbürtiger Horrorfilm erweist dem Vorgänger ebenso die Ehre, wie er auf eigenen Beinen zu stehen vermag. Mit weltweit 102 Millionen Dollar Umsatz wurde "Dawn of the Dead" 2004 ein moderater Erfolg.

Eine Zuschauerin lobt: "Ein scharfsinniger, schneller und gut gemachter Film. Musik und Songs sind extrem cool, so wie auch der Vor- und Abspann, und das Ende ist eines der originellsten, das ich gesehen habe. Kein Streifen für jedermann, er ist blutig und unbarmherzig, aber wer Horror voller Action mag - oder wer davon geträumt hat, dass ihm einmal ein ganzes Einkaufszentrum zur Verfügung steht -, der sollte dieses Werk sehen."



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