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New York, I Love You

Userwertung 8/10
Nachfolger des Episodenfilms Paris, je t’aime, inzeniert unter anderem von: Joshua Marston, Brett Ratner, Yvan Attal, Shunji Iwai, Mira Nair, Allen Hughes, Fatih Akin, Scarlett Johansson, Andrei Zvyagintsev, Shekhar Kapur, Natalie Portman
New York I Love You - Filmplakat ConcordeRegisseur Brett Ratner mit Team und Hauptdarsteller Anton Yelchin rechts im Central Park - New York I Love You 2009 Concorde Filmverleih GmbHJulie Christie Shia LaBeouf John Hurt und Regisseur Shekhar Kapur - New York I Love You 2009 Concorde Filmverleih GmbHDie Videokünstlerin Emilie Ohana porträtiert verschiedenste Menschen in New York - New York I Love You 2009 Concorde Filmverleih GmbHOrlando Bloom und Regisseur Shunji Iwai - New York I Love You 2009 Concorde Filmverleih GmbHRegisseur Fatih Akin mit Darstellerin Shu Qi - New York I Love You 2009 Concorde Filmverleih GmbH
Inhalt
  • Seit der Geburtsstunde des Kinos ist New York die Lieblingsstadt der Regisseure. Straßenschluchten, Bürotürme, Parks und einzigartige Menschen, die einen Großteilihrer Zeit in Wolkenkratzern, im Untergrund, auf Hausdächern oder in gelben Taxis verbringen: All das ergibt eine perfekte Kulisse für jede Art von Action, Komödie, Drama und Poesie. Tausende Filme haben New York unsterblich gemacht. Jetzt schaut eine Gruppe von jungen Filmemachern aus aller Welt erneut auf diese Stadt. Diesmal durch die Augen der Liebe in all ihren Varianten. Die erste Liebe. Die ersehnte Liebe. Die versagte Liebe. Die schnelle Liebe. Die immerwährende Liebe.

    Inszeniert unter anderem von  Fatih Akin, Allen Hughes, Mira Nair, Wen Jiang, Shekhar Kapur, Shunji Iwai, Brett Ratner, Yvan Attal, Joshua Marston und erstmals Natalie Portman, gewährt der Episodenfilm NEW YORK, I LOVE YOU intime Einblicke in das Leben und Lieben der New Yorkerin all ihren unterschiedlichsten Stadtteilen. Mit Andy Garcia, Hayden Christensen, Rachel Bilson, Natalie Portman, Irrfan Khan, Orlando Bloom, Christina Ricci, Maggie Q, EthanHawke, James Caan, Olivia Thirlby, Bradley Cooper, Drea De Matteo, Julie Christie,John Hurt, Shia LaBeouf, Ugur Yücel, Shu Qi, Chris Cooper, Robin Wright Penn, EliWallach, Cloris Leachman und vielen mehr.
Filmkritik
  • "New York, I love you", der Nachfolger von "Paris, je t’aime", zeigt eine Wundertüte von Shorties mit mehr oder weniger deutlichem Liebesmotiv und erheblichen qualitativen Unterschieden. Umfasst wird das Sammelsurium von einer plumpen Klammer – eine junge Touristin mit Videokamera, die immer mal einem der anderen Protagonisten über den Weg hoppelt. Sie stammt vom Produzenten Emmanuel Benbihy, dem Kopf der "Cities of Love"-Kurzfilmkompilationsreihe. Als nächstes sind noch Rio de Janeiro, Schanghai und Jerusalem dran.

    Und dran trifft es denn auch: Allen Geschichten gemein ist ein sehr gebügeltes, charmeloses und fast nur auf Manhattan konzentriertes New York, welches ausschließlich von weißen oder asiatischen Amerikanern besiedelt zu sein scheint. Schäbigere Ecken sieht man nicht. New York sieht man eigentlich nicht.
    Viele der Geschichten sind zudem nicht mal ansatzweise so smart und hip, wie sie gerne wären – Natalie Portmans Regiedebüt etwa, ein prätentiös-fluffiges, albernes Nichts, das zum Teil im Central Park herumschlendert. Vor der Kamera funktioniert Portman allerdings, in Mira Nairs Beitrag, einem der Höhepunkte: Eine kurze, aber prägnante Begegnung zweier alter Kulturen in einer hochmodernen Stadt. Actionspezialist Brett Ratner (u.a. "Rush Hour" I-III, "X-Men – der letzte Widerstand") überrascht mit einem erstaunlich witzigen Abschnitt über eine ungewöhnliche Prom Night – und der unwahrscheinlichsten Sex-Szene seit langem - während Andy Garcia und Hayden Christensen sich in Wen Jiangs knackiger Episode als gewiefte Taschendiebe in Sepia duellieren. Auf Sprache setzt der Israeli Yvan Attal: Ethan Hawke gibt für ihn den hemmungslosen, großmäuligen Möchtegernaufreißer, der dringend bei Maggie Q. landen will. In einer weiteren Episode wiederholt Attal seinen Pointentrick sogar, diesmal mit Robin Wright Penn und Chris Cooper.
    Nach Antony Minghellas Tod übernahm Shekhar Kapur dessen Beitrag, eine elegante, hübsch anzusehende, wenn auch surreal abgehobene Gefühlscollage, mit Shia LaBeouf, Julie Christie und John Hurt. Und als nett kann man immerhin noch Orlando Blooms Auftritt als gestresster, von einer Telefonassistentin abhängiger Komponist beschreiben, den der Japaner Shunji Iwai inszenierte.
    Fatih Akin besucht Chinatown, kommt aber mit seiner Geschichte nicht dort und auch sonst irgendwo an. Joshua Marston meint es mit zwei gebrechlichen Rentnern zu gut, um wirklich glaubhaft zu sein. Und bei Allen Hughes aufkeimender Liebesgeschichte könnte womöglich irgendwas passieren - tut es aber nicht...

    Benbihy gab seinen auserwählten Regisseuren zwei Tage Drehzeit und eine vorher bestimmte Crew (für alle), um eine überzeugende Liebesgeschichte allein aus der Atmosphäre der Stadt zu zaubern. Doch offensichtlich bringt Zeitdruck nicht zwangsläufig kreative oder originelle Kurzfilme zustande. Einige können in zehn Minuten eine dramaturgisch ausgefeilte Geschichte erzählen, oder zumindest eine dichte Momentaufnahme zeigen, andere eben nicht. Zurück bleibt ein Gefühl der Beliebigkeit – die meisten Episoden hätten sehr gut auch woanders spielen können – und ein falsches Bild von New York, als weichgespültes, gentrifiziertes Ghetto der Eitelkeiten.

    Sira Brand





Userkommentare
filmfuzzy vom 07.01.2010
?New York, I LOVE YOU?
Was ist ein Episodenfilm? Wikipedia sagt darüber nichts. Aber im Duden finden wir eine Erklärung. ?Episode? ? griechisch ? vorübergehendes, nebensächliches Ereignis! So gesehen ist ein Episodenfilm ? eine Nebensache. Der Produzent Emmanuel Benbihy hat dies aber zu seiner Hauptsache erklärt. Im Jahre 2006 drehte er deshalb ?Paris Je T`Aime?. Der Erfolg machte in mutig. Deshalb wagte er sich jetzt an die Stadt New York um hier mit vielen bekannten Schauspielern und einigen fantasievollen Regisseuren auch einen Episodenfilm über ?Big Apple? zu drehen.
Ein Taschendieb und ein Lehrer kämpfen mit allen Tricks um eine Frau. Ein indischer Diamantenhändler und eine jüdische Braut kommen sich näher. Ein überforderter Komponist bekommt Hilfe von einer belesenen Assistentin. Ein selbstverliebter Schriftsteller beißt bei einer Schönheit auf Granit. Ein versetzter Jungspund bringt eine Rollstuhlfahrerin zum Abschlussball. Ein One-Night-Stand wird unverhofft zur großen Liebe. Eine Opernsängerin reist durch Zeit und Raum und Emotionen. Eine Raucherin heizt ihre vermeintliche Bordsteinbekanntschaft an. Ein schwarzer Tänzer umsorgt ein weißes Mädchen. Ein alter Maler zerbricht an seiner schüchternen Muse.Ein altes Paar neckt und liebt sich beim Spaziergang.
Das ist im Schnelldurchlauf der Inhalt dieser Episoden. Die Bedingungen an die Regisseure und Autoren war ? eine Geschichte nicht länger als acht Minuten, in einem Stadtteil von N.Y. und das Thema muss sich um Liebe handeln. In der Stadt, die niemals schläft, träumt jeder von der Liebe. In NEW YORK, I LOVE YOU erwachen diese Träume nun zum Leben. Einige der spannendsten Regisseure unserer Zeit und ein Schauspieler-Ensemble von geballter Starpower haben die kleinen Liebesgeschichten gesucht, gefunden, erarbeitet und festgehalten, die das Herz einer Metropole wie New York schlagen lassen. Mal sexy, mal heiter, mal nachdenklich entführen elf kurze Filme, die sich am Ende zu einem einzigen Film vereinen, die Zuschauer in die unterschiedlichen Stadtteile New Yorks. Von Soho über Chinatown bis in den Central Park.
Lebendig werden die Geschichten durch ein Star-Ensemble, das kein anderer Film für sich beanspruchen kann: Andy Garcia, Hayden Christensen, Rachel Bilson, Natalie Portman, Irrfan Khan, Orlando Bloom, Christina Ricci, Maggie Q, Ethan Hawke, James Caan, Olivia Thirlby, Bradley Cooper, Drea De Matteo, Julie Christie, John Hurt, Shia LaBeouf, Ugur Yücel, Shu Qi, Chris Cooper, Robin Wright Penn, Eli Wallach, Cloris Leachman und viele mehr.
Bei seiner Suche nach den geeigneten Filmemachern folgte Benbihy klaren Regeln: ?Ich wollte nicht die üblichen New-York-Verdächtigen fragen, also Spike Lee, Woody
Allen oder Martin Scorsese. Wir kennen ihre Sicht auf New York schon aus vielen herausragenden Filmen. Ich ging bewusst auf neue, junge Regisseure zu, die noch
nie in New York gedreht hatten oder die Gelegenheit nutzen wollten, die Stadt durch unseren innovativen Erzählstil neu zu entdecken.?
Ein Film über New York der ohne Gewalt, Drugs und schwerer Kriminalität auskommt.
103 Minuten ? ein Film über eine Stadt ? diesmal durch die Augen der Liebe in allen Variationen.


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