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Auf immer und ewig
Auf immer und ewig
© 20th Century Fox

Kritik: Auf immer und ewig (1998)


Cinderella für Fortgeschrittene – das hätte Andy Tennants auf hip und emanzipatorisch getrimmte Realverfilmung des Grimmschen Achenputtel-Stoffes werden können, doch davon ist dieser lieblose Abklatsch weit entfernt. Nicht, daß es grundsätzlich schlecht wäre, ein Märchen zu aktualisieren – ganz im Gegenteil! Susannah Grants Drehbuch aber beläßt die Handlung in der Vergangenheit, "aktualisiert" jedoch die Charaktere und beraubt die einst zauberhafte Geschichte somit all ihrer Magie.
Also verführt Drew Barrymore als siebengescheite Cinderella einen Prinzen, der buchstäblich nicht bis drei zählen kann, die Gute Fee mutiert zu Leonardo da Vinci, und wenn, was bisweilen vorkommt, ein paar originelle Sätze fallen, kommen sie meist aus dem Mund von König und Königin. Anjelica Huston als böse Stiefmutter laviert derweil zwischen Selbstparodie und tragischer Gemeinheit – wenn sie schließlich voller Ironie den "eigentlichen Grund" für die Anwesenheit ihrer Töchter beim Ball des Prinzen verrät, sollten sich das vielleicht auch die Kinobesucher zu Herzen nehmen: "We only come for the food."

Wie gut, daß es im Kino Popcorn gibt.




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