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Für das Leben eines Freundes
Für das Leben eines Freundes

Kritik: Für das Leben eines Freundes (1998)


Indem sein Moralmelodram aus typisch amerikanischer Perspektive argumentiert, beschert uns Regisseur Joseph Ruben einen unangenehm selbstgerechten Anti-Malaysia-Film, der die Zustände in den dortigen Gefängnissen genauso einseitig verteufelt wie vor zwanzig Jahren Alan Parkers MIDNIGHT EXPRESS das Leben in einer türkischen Strafanstalt. FÜR DAS LEBEN EINES FREUNDES aber hat auch seine erfreulichen Seiten: Bemerkenswert ist etwa das unkonventionelle Ende des Films, und überzeugend sind auch seine Hauptdarsteller, allen voran Anne Heche und Vince Vaughn, die zuletzt in Gus van Sants belangloser PSYCHO-Kopie zu sehen waren.

Schade nur, daß der Plot oft weniger den Gesetzen des Lebens als denen eines konstruierten Drehbuchs gehorcht und die Motivation der in existentiellen Gewissenskonflikten gefangenen Charaktere nicht immer nachvollziehbar ist – zumal der Film über weite Strecken in eine mehr oder weniger abstrakte Ethikdebatte mündet, die zu Lasten der Spannung geht.





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