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Chucky und seine Braut
Chucky und seine Braut
© Kinowelt

Kritik: Chucky und seine Braut (1998)


Wie Freddy Krüger ("Nightmare on Elm Street"), Jason ("Freitag der 13te") oder Michael Myers ("Halloween") ist auch die Mörderpuppe Chucky ein Relikt der Horrorwelle der 80er Jahre – wenn auch ein eher spätes: 1988 flimmerte die erste Folge der mittlerweile vierteiligen Saga um die besessene Spielzeugpuppe über die Leinwand. Schon damals entwickelte das Kinderspielzeug ein mörderisches Eigenleben – das Publikum fand's ziemlich gruselig.

Zehn Jahre später sieht die Welt des Horrorfilms ganz anders aus: Nach "Scream" und seinen Imitaten ist blanker Schrecken vielen nicht mehr gut genug. Ironie ist angesagt: Folglich ist "Bride of Chucky", so der Originaltitel dieses gelungenen Revivals, mit voller Absicht überzogen und auf Parodie getrimmt. Die Dialoge sind gewitzt, und kein Klischee wird ausgelassen: Von Frankenstein bis Romeo und Julia – alles wird gnadenlos verramscht. Die Plastikpuppen haben sogar Sex.

Die Schauspieler agieren zwischen hölzern-plump und schamloser Übertreibung – und das mit voller Absicht. Unter normalen Umständen wäre das der künstlerlische Tod, zu "Chucky und seine Braut" passt dieser Ansatz jedoch wie die Faust aufs Auge: "Nehmt mich nicht ernst!", schreit dieser Film den Genre-Fans entgegen – und alle lachen mit.

In Amerika lief "Bride of Chucky" schon im letzten Jahr und war ein regelrechter Überraschungshit. So schnell wird uns das mörderische Kinderspielzeug demnach nicht verlassen: "Child of Chucky" ist bereits in Arbeit.





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