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Joyride - Spritztour (2001)

Joyride

John Dahl auf den Spuren von Spielbergs "Duell". Zwei Männer machen sich einen Spaß mit einem Trucker, der sie daraufhin jedoch humorlos über die Highways jagt. Ein einfacher, effektvoller und spannender US-Thriller...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.5 / 5

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Fünf Jahre lang gingen Student Lewis und sein älterer Bruder Fuller, ein notorischer Unruhestifter, getrennte Wege. Als Lewis Fuller aus dem Kanst auslösen muss, entwickelt sich die gemeinsame Fahrt von Kalifornien an die Ostküste zum Höllentrip: Fullers Idee, sich über CB-Funk mit verstellter Stimme als verführerische Trösterin einsamer Truckerseelen auszugeben, lässt aus Spaß tödlichen Ernst werden...

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Filmkritik

Immer wieder bietet die amerikanische Provinz den geeigneten Nährboden für grausame Geschichten. Schon der Titel von John Dahls neustem Werk vermag in unserer Phantasie widerstreitende Vorstellungen zu erzeugen, denn wenn das Kino süffisant von einer harmlosen Spritztour erzählt, dann wissen wir, dass es dabei nicht bleiben wird. Die Fahrt zweier junger Männer auf dem staubigen Highway irgendwo in der amerikanischen Einöde entwickelt sich für die beiden schnell zur unfreiwilligen Flucht im rasenden Sarg. Ihr harmloser Scherz – sie hatten einen Trucker per CB-Funk zu einem Motel gelotst, wo anstatt der versprochenen heißen Frau aber nur ein verdutzter Mann auf ihn gewartet hatte – erzeugt unliebsame Folgen. Fortan jagt sie der humorlose Fernfahrer bis aufs Messer. Eine Bekannte der beiden, die sie unterwegs abholen, und deren Freundin geraten ebenfalls ins Fadenkreuz des Jägers. Anders als Steven Spielberg in seinem ähnlich gelagerten Fernsehfilm "Duell" steigert Dahl die bedrohliche Gesichtslosigkeit des Truckers, den man nie wirklich zu sehen bekommt, zu einem paranoiden Schreckensbild. Mit seiner ständigen Präsenz zieht er den Protagonisten den sicheren Boden unter den Füßen weg und erweist sich als grimmiger Repräsentant eines effektiv inszenierten Terrorkinos. Dahl gibt den unterschwelligen Ängsten, die viele Amerikaner mit den einsamen Highways der Provinz verbinden, eine zynisch handelnde Form. Insofern lässt er durch die mysteriöse Gestalt des Fernfahrers auch offen, ob nicht alles nur ein paranoider Traum ist. Dann wären die Geschehnisse in "Joyride – Spritztour" Ausdruck eines selbst heraufbeschworenen Dämons, dem man sich nur stellen müsste. Egal wie man das nun sieht, der Film bleibt eine höchst unangenehme Manifestation eines grausamen Geistes aus der amerikanischen Provinz.




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Thriller
Länge: 97 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 27.12.2001
Regie: John Dahl
Darsteller: Steve Zahn, Paul Walker, Leelee Sobieski
Verleih: 20th Century Fox

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