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Kritik: Straight Shooter (1999)


Na endlich: ein handwerklich souveräner Action-Thriller aus Deutschland, spannend und temporeich inszeniert, knackig geschnitten, mit Weltstar Dennis Hopper und praller Kinoästhetik.

Schön wär's. Thomas Bohns "Straight Shooter" sieht zwar auf den ersten Blick wirklich so aus, als hätten sich Hollywoods Thrillerstandards nun auch in Deutschland etabliert: Mehr noch als Dani Levy in "Meschugge" bedient sich der etablierte Werbefilmer Bohn in seinem Kinodebüt einer überstilisierten Lichtführung und repliziert damit die typisch "kommerzielle" Leinwandatmosphäre einer geschliffenen amerikanischen Großproduktion. Daß man dabei desöfteren an Filme wie Luc Bessons "Der Profi" erinnert wird, ist nicht einmal so schlimm: lieber gut geklaut als schlecht erfunden.

Den in jedem Bild erkennbaren Anspruch professioneller Routine aber macht das unsägliche Drehbuch dieses Möchtegern-Reißers erbarmungslos zunichte: Kein Klischee, dessen sich der Film nicht auf dummdreiste und mitunter unfreiwillig komische Weise bedienen würde, keine Figur, die nicht zur ungewollten Selbstparodie verkommt – vielleicht hat Bohn, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, am Ende doch zuviel "Alarm für Cobra 11" geguckt.

Schade drum.




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