oder

Frauen unter sich (1999)

Agnes Browne

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Irland, 1967: Ein Arbeiterviertel in Dublin ist die kleine Welt der Agnes Browne. Ständige Geldknappheit und die Sorge um ihre sieben Kinder bestimmen ihr Leben. Der einzige Farbtupfer in ihrem tristen Alltag sind der gelegentliche Besuch im Pub mit ihrer besten Freundin Marion und ihre Schwärmerei für Popstar Tom Jones.

Als ihr Ehemann bei einem Autounfall ums Leben kommt, steht Agnes plötzlich mit den Kindern alleine da. Für eine angemessene Beerdigung bleibt ihr nur der Gang zum skrupellosen Geldverleiher Mr. Bully. Um sich und ihre Kinder wenigstens halbwegs über die Runden bringen zu können, arbeitet Agnes als Marktfrau. Ihr Stand ist genau neben dem ihrer Freundin Marion. Die beiden Frauen muntern sich gegenseitig auf. Sie halten auch in harten Zeiten zusammen und begegnen den größten Schwierigkeiten mit Galgenhumor.

Den Kredithai immer im Nacken, Schwierigkeiten mit den Kindern und dazu auch noch der frühe Krebstod ihrer besten Freundin: Agnes' Leben scheint für immer geprägt von Problemen und Trauer. Als auch noch eines Tages Mr. Billy wegen säumiger Zinszahlungen Agnes Wohnung ausräumen will, tritt Tom Jones persönlich an, um seinem größten Fan unter die Arme zu greifen...

Filmkritik

Filmkritiker, die jedes Jahr mehrere hundert Filme sichten und darüber schreiben müssen, können bestätigen, dass gut zwei Drittel aller Neuerscheinungen nicht die Anforderungen erfüllen, die man an gute Kinounterhaltung stellen darf. Jedoch: Nicht alle diese Filme sind von Haus aus schlecht - man kann sie nur nicht ohne Einschränkung empfehlen. Bei "Frauen unter sich", dem Kinoregiedebüt der Schauspielerin Anjelica Huston, handelt es sich um einen solchen Fall. Die in den sechziger Jahren in Dublin angesiedelte Tragikomödie ist kein Film aus einem Guss. Einzelne Teile aber sind durchaus genießbar. "Agnes Browne", so heißt das Werk im Original, erzählt vom Alltagsleben der von Huston selbst gespielten Titelheldin - einer Witwe, die sieben Kinder durchzubringen hat. "Frauen unter sich" ist damit eine abgemagerte Version von Alan Parkers "Die Asche meiner Mutter". Zwar gibt es jeden Tag Probleme zu bewältigen, doch die Bedrohung ist nicht annähernd so groß. Im Endeffekt hat Huston eine liebenswerte Seifenoper für die Leinwand produziert, die man sich - und das ist wohl die Crux - genauso gut auf Video ansehen kann.




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Land: USA
Jahr: 1999
Genre: Drama
Länge: 92 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 01.06.2000
Regie: Anjelica Huston
Darsteller: Anjelica Huston, Marion O'Dwyer, Niall O'Shea
Verleih: Kinowelt

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