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Ein Freund zum Verlieben
Ein Freund zum Verlieben
© Concorde

Kritik: Ein Freund zum Verlieben (2000)


Der 74 Jahre alte Regisseur John Schlesinger ("Asphalt-Cowboy") zählt offenbar zu jenen Regisseuren, die im hohen Alter auf der Leinwand zwar enorm viel Stil und Klasse demonstrieren, dabei jedoch trotz allem keine allzu guten Filme machen. "The Next Best Thing", Schlesingers aktuelles Werk mit Rupert Everett ("Ein perfekter Ehemann") und Bühnen-Star Madonna, untermauert diese Theorie.
Der Film dreht sich um ein nicht alltägliches Paar: ER, der Gärtner, ist stockschwul und eigentlich nur ihre beste Freundin – bis SIE, die Yogalehrerin, ein Kind von ihm bekommt. Das geht so lange gut, bis Abbie alias Madonna sich nach ein paar Jahren neu in einen anderen, heterosexuellen Mann verliebt, der die Familie aus dem sonnigen Kalifornien nach New York verpflanzen will, so dass alsbald ein übler Streit ums Sorgerecht entbrennt: "Kramer gegen Kramer" für das 21. Jahrhundert.
Schlesingers Film ist routiniert gemacht und optisch äußerst reizvoll. Doch was wunderschön altmodisch im Stil einer romantischen Komödie seinen Anfang nimmt, verwandelt sich auf einmal in ein instruktives Drama, das sich in theatralischen Effekten und Klischees verheddert. Die Story windet sich um viel zu viele Ecken – Tom Ropelewskis Drehbuch ähnelt einer Seifenoper, die auch ein Rupert Everett, der sich hier sichtlich große Mühe gibt, nicht mehr alleine retten kann. Und Madonna? Schauspielern kann sie leider nicht so gut wie Singen.




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