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Gottes Werk und Teufels Beitrag (1999)

Cider House Rules

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Die Vereinigten Staaten in den 30er Jahren. Der mutige Arzt Dr. Wilbur Larch (Michael Caine) folgt einer außergewöhnlichen Berufung: In einem Amerika, in dem Aufklärung und Verhütung für ärmere Menschen nicht selbstverständlich ist, führt er in den hinteren Räumen seines Waisenhauses Abtreibungen durch. Zu dem Waisenkind Homer Wells (Tobey Maguire) entwickelt der kinderlose Arzt allmählich eine tiefgehende Vater-Sohn-Beziehung und bringt ihm alles Wissenswerte über die Medizin bei. Doch die ausgeprägte Persönlichkeit Larchs stellt hohe Ansprüche an den Jungen. Und so gelingt es Homer erst über Umwege, die Bahnen seines Lebens selbst zu bestimmen.

John Irvings gleichnamiger Bestseller stellt nicht nur das brisante Thema Abtreibung in den Mittelpunkt, er erzählt auch vom schmerzhaften Weg des Erwachsenwerdens. Irving
selbst adaptierte seinen Roman für die Leinwand. Die Regie übernahm der Schwede Lasse Hallström.

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Filmkritik

John Irving ist als Literat ein Schwergewicht – und auch als Drehbuchautor nicht von schlechten Eltern: Weil ihm sein 1985 erschienener Roman "Gottes Werk und Teufels Beitrag" so sehr am Herzen lag, schrieb Irving auch das Drehbuch für die Leinwandadaption von Lasse Hallström – beide wurden dafür nun für jeweils einen Oscar nominiert.

Der Film ist eine typische Coming-of-Age-Geschichte, in deren Mittelpunkt Tobey Maguire ("Pleasantville") einen Teenager mit Namen Homer Wells verkörpert. Nachdem er in einem abgeschiedenen Waisenhaus aufgewachsen ist, verlässt er diesen Mikrokosmos als beinahe Erwachsener, um eigene Erfahrungen zu machen.

"Gottes Werk und Teufels Beitrag" ist ein engagiertes Plädoyer dafür, Abtreibungen legal zu machen. Der 1943 im US-Bundesstaat Maine spielende Film führt uns das Waisenhaus als kleine Welt vor Augen, die Dr. Wilbur Larch (ebenfalls für einen Oscar nominiert: Michael Caine) als liebevoller Ersatzvater regiert.

Irvings Parabel über Verantwortung, Liebe, menschliche Schwächen, Toleranz und Vergebung wurde von Lasse Hallström ("Gilbert Grape") hoch sensibel und mit vielen Zwischentönen inszeniert. Die episch aufgemachte Odyssee des jungen Helden folgt dem Muster "Boy Meets World" und weist dezent und ohne hoch erhobenen Zeigefinger darauf hin, dass es im Leben letztlich darum geht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Der Film wurde für insgesamt sieben Oscars nominiert.




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Land: USA
Jahr: 1999
Genre: Drama
Länge: 131 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 16.03.2000
Regie: Lasse Hallström
Darsteller: Tobey Maguire als Homer Wells, Charlize Theron als Candy Kendall, Delroy Lindo als Arthur Rose
Verleih: Kinowelt

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