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Gottes Werk und Teufels Beitrag
Gottes Werk und Teufels Beitrag
© Studiocanal

Kritik: Gottes Werk und Teufels Beitrag (1999)


John Irving ist als Literat ein Schwergewicht – und auch als Drehbuchautor nicht von schlechten Eltern: Weil ihm sein 1985 erschienener Roman "Gottes Werk und Teufels Beitrag" so sehr am Herzen lag, schrieb Irving auch das Drehbuch für die Leinwandadaption von Lasse Hallström – beide wurden dafür nun für jeweils einen Oscar nominiert.

Der Film ist eine typische Coming-of-Age-Geschichte, in deren Mittelpunkt Tobey Maguire ("Pleasantville") einen Teenager mit Namen Homer Wells verkörpert. Nachdem er in einem abgeschiedenen Waisenhaus aufgewachsen ist, verlässt er diesen Mikrokosmos als beinahe Erwachsener, um eigene Erfahrungen zu machen.

"Gottes Werk und Teufels Beitrag" ist ein engagiertes Plädoyer dafür, Abtreibungen legal zu machen. Der 1943 im US-Bundesstaat Maine spielende Film führt uns das Waisenhaus als kleine Welt vor Augen, die Dr. Wilbur Larch (ebenfalls für einen Oscar nominiert: Michael Caine) als liebevoller Ersatzvater regiert.

Irvings Parabel über Verantwortung, Liebe, menschliche Schwächen, Toleranz und Vergebung wurde von Lasse Hallström ("Gilbert Grape") hoch sensibel und mit vielen Zwischentönen inszeniert. Die episch aufgemachte Odyssee des jungen Helden folgt dem Muster "Boy Meets World" und weist dezent und ohne hoch erhobenen Zeigefinger darauf hin, dass es im Leben letztlich darum geht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Der Film wurde für insgesamt sieben Oscars nominiert.




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