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Superstar - Trau' dich zu träumen
Superstar - Trau' dich zu träumen
© United International Pictures

Kritik: Superstar - Trau' dich zu träumen (1999)


Schier unerschöpflich scheint er zu sein, der Fundus von amerikanischen Nachwuchsspaßvögeln, die ihre ersten komischen Gehversuche vor laufender Kamera in der nunmehr 30 Jahre währenden Fernsehshow "Saturday Night Live" absolviert haben. Nicht wenige davon haben den Sprung auf die große Leinwand souverän geschafft. Zuletzt Adam Sandler und Jim Carrey. Und nun - zu allerletzt - also Molly Shannon. Dass mit ihr allerdings nicht gerade ein neuer Weltstar ins Rampenlicht tritt, dafür sorgt neben dem überschaubaren eigenen komischen Talent ein arg dürftiges Drehbuch zum Film, der den wenig originellen Titel "Superstar" trägt.
Mary Katherine Gallagher fristet an der Highschool das triste Dasein eines typischen Mauerblümchens. Und überraschend ist das keineswegs, gibt sie sich doch ein ums andere Mal als unattraktiver, hilfloser Trampel. Keiner Peinlichkeit wird aus dem Weg gegangen, kein Fettnäpfchen ausgelassen. Kein Wunder, dass ihr sehnlichster Wunsch, der nach einem erlösenden Zungenkuss, unerfüllt bleibt. Für sie gibt es nur einen Weg, dem unerquicklichen Gespött ihrer Mitschüler zu begegnen, sie muss ein Superstar werden. Vorbilder gibt es da genug, ob nun im Fernsehen oder am besten gleich in Hollywood.
Und eines Tages meint Mary tatsächlich ihre Chance kommen zu sehen. Ein katholisches Teenagermagazin hat einen Talentwettbewerb ausgeschrieben, dessen erster Preis ein Trip nach Hollywood samt kleiner Rolle in einem Spielfilm ist. Für Mary beginnt eine harte Zeit entbehrungsreichen Trainings. Es gilt nicht nur eine lange Reihe von Mitbewerbern zu übertrumpfen. Marys eigentliches Ziel ist Sky, der gutaussehende Footballstar der Schule. Schade nur, dass der von seiner Freundin Evian wie ein Schießhund bewacht wird. Neben Tanz- und Gesangsübungen versucht sich der kommende Superstar also auch noch im Einstudieren von faulen Tricks um eine Konkurrentin aus dem Weg zu räumen.
Das Hauptmanko des Films ist, dass der Geschichte jederzeit anzumerken ist, dass sie aus einer Aneinanderreihung von mehr oder weniger (meist leider weniger) gelungenen Sketchen besteht. Hier wurde einmal mehr ein typischer SNL-Fernseh-Charakter auf Kinoformat aufgeblasen. Sowohl von der Optik wie auch der reinen Quantität (von der Qualität ganz zu schweigen) trägt das Ganze aber nicht. Dabei zünden einige Gags recht ordentlich, und zwei Jesuserscheinungen sind geradezu von erlesener Köstlichkeit. Aber wie gesagt, für 90 Minuten Kino langt’s nicht.




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