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Galaxy Quest - Sam Rockwell, Alan Rickman, Tim Allen,...alhoub
Galaxy Quest - Sam Rockwell, Alan Rickman, Tim Allen, Daryl Mitchell, Sigourney Weaver und Tony Shalhoub

Kritik: Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall (1999)


Eine durchaus gewagte Gratwanderung ist diese Parodie auf den amerikanischen Science Fiction Output der letzten 20 Jahre. Da sich jedoch Dreamworks, Hollywoods kreativstes und künstlerisch stilvollstes Studio, der Sache angenommen hat, klappt der Drahtseilakt ohne größere Balanceprobleme. Und so wird auf der einen Seite das Genre teils köstlich veralbert, auf der anderen Seite aber die Fans, obwohl sie durchaus ihr Fett abbekommen, auch nicht vollends vor den Kopf gestoßen. Nicht zuletzt bleiben, bei allem Augenzwinkern, Hollywoods ureigene Mythen weitgehend unangetastet. Bei alledem kommt "Galaxy Quest" ohne Klamaukeinlagen aus, vielmehr fällt der Humor feinsinnig und satirisch aus.

Im Film ist "Galaxy Quest" der Name einer höchst erfolgreichen SF-Serie. Deren Helden sind, auch wenn der Ruhm schon ein wenig verblasst ist, weltweit bekannte Fernsehstars. Im Laufe etlicher Jahre hat der Alltag der Serienroutine bei den Schauspielern durchaus seine Spuren hinterlassen. Gelangweilt wenn nicht gar genervt lassen sie denn auch ein großes Fanclubtreffen samt Autogrammstunde über sich ergehen und ignorieren geflissentlich, dass es eher um die Eröffnung eines Supermarktes geht. Im Zuge der Veranstaltung wird der Darsteller des Raumschiffkommandanten von ein paar scheinbar besonders überzeugten Fans angesprochen. Sie bitten ihn, ihnen bei einer Auseinandersetzung mit intergalaktischen Halunken beizustehen. Der Kommandant und die anderen Darsteller gehen zum Spaß auf das Ansinnen ein. Sie staunen nicht schlecht, als sich herausstellt, dass die Fans echte Außerirdische sind und der Sternenkrieg durchaus real. Eh sich die Truppe versieht, ist sie in den Weltraum gebeamt und dort selbst auch gleich mittendrin im Schlachtgetöse. Mit der Technik kommen sie umgehend zurecht, denn die haben sich die Außerirdischen kurioserweise von der höchst irdischen Fernsehserie als "historische Dokumente" abgeguckt und nachgebaut. Aber nicht nur von der technischen Seite her wird den Schauspielern intergalaktische Kompetenz abverlangt. Im Großen und Ganzen schlagen sie sich aber gar nicht so schlecht und bestehen eine Reihe erstaunlicher Abenteuer. Natürlich klappt dies nicht durchgängig mit Bravour. Aber als es zum Schluss dann (wie üblich) eng zu werden droht, entsinnen sich die unfreiwilligen Sternenkrieger ihrer Fans auf Erden und deren weitentwickeltem Technologieverständnis.

"Galaxy Quest" bietet knapp zwei Stunden harmlose aber durchaus kurzweilige Unterhaltung der Kategorie: nettes Schmunzelfilmchen. Erstaunlich an der Sache ist vor allem der Hohe Standart der Tricks, der weit über dem Niveau der veralberten Vorbilder (vor allem Star Trek) liegt. Und Sigourney Weaver, seit 20 Jahren als Weltraum-Ikone kampferfahren, tobt sich mit offensichtlichem Spaß hier mal als Exploitation-Queen aus.




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