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Kritik: Highlander: Endgame (2000)


Wenn man ehrlich ist, muss man zugeben, dass "Highlander: Endgame" nicht auf die Leinwand, sondern ins Videoregal gehört. Da aber der längst wieder im Keller gelandete going-public-hype am neuen Markt auch manchem Verleih finanzielle Extrawünsche erfüllte, muss nun mit zeitlicher Verzögerung der Zuschauer ausbaden, was vor kurzem noch den Videomarkt unsicher gemacht hätte.

Was sich vor gut 15 Jahren als mitreißender Fantasy-Hit entwickelte, geht derweil in die vierte Runde. Dass aber weder Original-Regisseur Mulcahy noch Star Lambert jemals wieder an ihren Überraschungserfolg anknüpfen konnten und die Einspielergebnisse mit der enttäuschenden Qualität der Nachfolger einher ging, findet in diesem Aufguss seine hoffentlich finale Bestätigung. Manch ein Fan des Original-Highlanders wird entnervt "es kann nur einen geben" seufzen. Wieder einmal.

Eindimensionale Rollen, grobschlächtige Charaktere, magere Dialoge: Regie-Einsteiger Doug Aarniokoski zeigt in seiner ersten Arbeit mit aller Ideen- und Lieblosigkeit die nur um Profit kreisenden Absichten auf. Zahlreiche Rückblenden quer durch die Vergangenheit sollen ein neues an den Haaren herbeigezogenes Kapitel des ewig unsterblichen MacLeod-Clans schmackhaft machen. Ein neuer unbekannter, grimmiger Bösewicht (Bruce Payne in dieser undankbaren Rolle) wartete seit Jahrhunderten auf noch ausstehende Rechnungen.

Da aber die Eleganz und Virtuosität, mit der einst Mulcahy dem Schottenrock Leben einhauchte, einem holprigen Fall für die Routine gewichen ist, steht Lamberts saftloser MacLeod für das ganze Engagement des Films. Da werden Zusammenhänge aufgebaut wo keine sind und letztlich im Nachhinein die durchdachte Logik des Erstlings in Frage gestellt. Für den talentierten Adrian Paul und den zahlenden Zuschauer eine Zumutung.






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