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Die Flintstones in Viva Rock Vegas
Die Flintstones in Viva Rock Vegas

Kritik: Die Flintstones in Viva Rock Vegas (2000)


Die Realfilmversion der steinzeitlichen Abenteuer von Familie Feuerstein samt Anhang war vor ein paar Jahren zu recht ein beachtlicher Erfolg. Ein liebevolles Design, jede Menge gelungener Schmunzel-Gags und vor allem der wunderbare John Goodman sorgten für einen veritablen Filmspaß. Dass nun die Fortsetzung der "Flintstones" nicht nur nicht funktioniert, sondern gar ein übel nerviger Film geworden ist, liegt daran, dass vom ersten Teil aber auch gar nichts herübergerettet wurde. Der Film ist genauso blöd und daneben wie sein Titel: anstatt Tempo und Witz lahme Albernheiten am laufenden Band, anstatt schrillem und schrägen Look bonbonfarbener Bombast. Vor allem aber, statt John Goodman ein gewisser Mark Addy. Nichts vom Stil des ersten Teils ist geblieben, und als ob der steinzeitliche Heckmeck nicht genügen würde, müssen diesmal auch noch Außerirdische her, die dem schwachsinnigen Drehbuch die Krone aufsetzen. Dabei ist die Ausgangsidee gar nicht mal so daneben.
"Die Flintstones in Viva Rock Vegas" erzählt gewissermaßen die Vorgeschichte des ersten Teils bzw. der Zeichentrickserie: Wie also haben Fred und Barney ihre Frauen Wilma und Betty kennengelernt -
Gerade haben die beiden Kumpels eine Geschicklichkeitsprüfung im Steinbruch bestanden (aus Barneys Freude darüber ergibt einer der ganz wenigen guten Gags). Eigentlich wäre feiern bis zum Abwinken angesagt, aber Fred wird von melancholischen Anwandlungen heimgesucht. Jetzt im Augenblick des Triumphes vermisst er schmerzlich jemand an seiner Seite mit dem er das Glück teilen kann. Barney besteht jedoch auf einer abendlichen Sause, und prompt lernen die Jungs in einem Burger-Restaurant zwei propere Mädels kennen. Fred interessiert sich für Betty, Barney für Wilma. Das fidele Quartett wechselt alsbald nicht nur den Schauplatz des Vergnügens, sondern auch die Partner. Nun hat also Fred Wilma an seiner Seite und erfährt von ihr, dass sie eine stinkreiche Erbin ist. Damit kann er sich durchaus abfinden, nicht jedoch mit der Tatsache, in Chip Rockefeller einen fiesen Nebenbuhler zu haben. Wie durch ein Wunder räumt der aber plötzlich das Feld und lädt Fred, Wilma, Barney und Betty nach Rock Vegas zur Eröffnung eines neuen Casinos ein. Dort stellt sich alsbald heraus, dass Chip durchaus noch nicht aufgegeben hat, es jedoch weniger Wilma, als vielmehr deren "Schotter" (der zweite brauchbare Gag des Films) ist, hinter dem er her ist. Es folgen die üblichen (Drehbuch-) Verwicklungen plus Happyend.
Kaum zu glauben, dass diesen wirren und lieblosen Schmonzes, dem der Charme des ersten Teils völlig abgeht, vom selben Regisseur verbrochen wurde. Brian Levant ist eigentlich berüchtigt für sogenannte Filme für die ganze Familie (schlimm genug) und nicht für solche für Debile. Alles, aber auch wirklich alles, was der Film sich vermeintlich parodistisch vernimmt, geht voll daneben und verliert sich in exzessivem Knallchargieren. Wie hier z,B. die Chance einer Rolling Stones-Parodie verschenkt wird, das ist nur noch peinlich und in etwa so lustig wie eine Woche Schlaflosigkeit.




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