oder

The Skulls - Alle Macht der Welt (2000)

The Skulls

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Für Luke McNamara ist mit der Einladung zu dem elitären Geheimclub des noblen New Haven College - THE SKULLS - ein Traum wahr geworden. Denn im Gegensatz zu seinen reichen Klassenkameraden hat sich Luke den Zutritt zum College durch hartes Lernen verschafft. Doch nun ist das Glück endlich auf Lukes Seite. Seine Mitgliedschaft im SKULLS garantiert ihm nicht nur einen Platz an der Seite der Superreichen, sie öffnet ihm auch die Türen zu einer exzellenten Anwaltsausbildung. Lukes bester Freund und Zimmergenosse Will ist jedoch skeptisch. Der zukünftige Journalist ist der Ansicht: "Wenn es geheim und elitär ist, kann es nicht gut sein." Auch die hübsche Chloe warnt Luke vor den gefährlichen Machenschaften des Clubs. Doch ohne Erfolg. Und gerade als Luke glaubt, sein Leben könne nicht besser verlaufen, passiert etwas Furchtbares: Will begeht unter mysteriösen Umständen Selbstmord. Luke, der nicht an den freiwilligen Tod seines Freundes glaubt, entdeckt, dass Will für eine Story die Geheimnisse der Verbindung aufdecken wollte. Um die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, beginnt Luke gemeinsam mit Chloe ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, in dessen Verlauf Luke feststellen muss, wie mächtig der geheime Club tatsächlich ist...

Bildergalerie zum Film

The Skulls - Alle Macht der WeltThe Skulls - Alle Macht der WeltThe Skulls - Alle Macht der WeltThe Skulls - Alle Macht der WeltThe Skulls - Alle Macht der Welt


Filmkritik

Studenten an die Macht: Geht es in US-College-Filmen einmal nicht um pubertären Sex, dann dreht sich alles um das große Geld, um Einfluss, Macht und Dominanz. Elitenbildung heißt das Stichwort, vor dessen Hintergrund Rob Cohen ("Dragonheart") einen absurden Thriller inszenierte, dessen sehr routinierte Machart nicht verbergen kann, dass der dem Film zu Grunde liegende Plot ganz schrecklich unglaubwürdig ist.

Seltsame Rituale, finstere Handlanger, geheime Videobänder und abgedrehte Machtmenschen sind hier anscheinend an der Tagesordnung – und hinter den Kulissen tobt ein politisches Marionettenspiel. Da hat wohl jemand einmal richtig schlecht geträumt – und trotzdem ist John Pogues uninspiriertes Drehbuch weitgehend vorhersehbar.

Der angepeilten jugendlichen Zielgruppe ist das möglicherweise ganz egal, spielt doch Teenie-Star Joshua Jackson aus der Serie "Dawson's Creek" die Hauptrolle.

Rico Pfirstinger


Die Geschichte um einen geheimnisumwitterten Bund an der Universität hätte ein interessantes, spannendes Stück Kino werden können, das nebenbei noch eine wichtige Aussage transportiert. Jegliches Anliegen der Produktion geht aber leider in den Unzulänglichkeiten der Regie, Schauspieler und des Drehbuchs unter. »The Skulls« schafft es mühelos, dass die Frage, inwieweit ein solcher Bund, welcher offensichtlich der heute nicht mehr existierenden »Skulls and Bones« Gemeinschaft an der Yale Universität nachempfunden ist, in der Realität Machtstrukturen aufgebaut hat, völlig unwichtig wird. Wenn man im Film Einblick in die geheimen Räume der »Skulls« bekommt, beschleicht einen das dumpfe Gefühl, gerade Gast einer billigen Kirmes-Achterbahn zu sein. Die gotisch anmutenden Kulissen nehmen mit ihrer Lächerlichkeit dem Plot jede Glaubwürdigkeit. Das alleine wäre ja nicht so schlimm, würde der Film diese Art nicht überall kultivieren. Das Anliegen von einem Geheimbund zu erzählen unterläuft »The Skulls« konsequent, wenn Nutten engagiert werden und die neu Aufgenommenen ein Zeichen auf das Handgelenk gebrannt bekommen, das für Fremde nur notdürftig mit einer Armbanduhr verdeckt wird. Da fragt man sich unwillkürlich, ob die Mitglieder nun niemals mehr ihre Uhr abnehmen dürfen und wie lange das regelmäßige Einladen von Prostituierten geheim bleiben kann.

Wenigstens bleibt der Film konsequent bei seiner schwachen Linie, so dass man, das Niveau einmal erkannt, nicht mehr enttäuscht wird. Joshua Jackson liefert eine bemerkenswert eindimensionale Leistung ab, der sich seine Mitstreiter mangels eigener Inspiration einfach angeschlossen haben. Passend dazu inszeniert Rob Cohen alle Szenen ohne jegliche Spannung, was sicher auch dadurch begünstigt wird, dass wir Zuschauer sehr schnell das Interesse an den flachen Figuren verlieren.

»The Skulls« tut alles, um sein Thema zu verschenken. Dies gelingt ihm dafür auf unerreicht meisterliche Art und Weise, so dass letztlich eine bitterböse Komödie wider Willen entstanden ist.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: The Skulls

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2000
Genre: Thriller
Länge: 106 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 27.07.2000
Regie: Rob Cohen
Darsteller: Joshua Jackson, Paul Walker, Hill Harper
Verleih: Kinowelt

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.