VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Die neuen Abenteuer von Pinocchio (2000)


Unbeeindruckt von den neuesten Tendenzen des Kinderfilms, von "Pokémon" bis zu Walt Disney, hat Regie-Veteran Michael Anderson ("In 80 Tagen um die Welt") ein altmodische Reprise der beliebten Holzpuppe erzeugt, deren beschränktes Budget nicht unbedingt durch Phantasie wettgemacht wird.

Das "neu" im Titel bezieht sich eher auf den Kinoerfolg von 1996, dessen Fortsetzung jetzt verspätet zu sehen ist und weniger auf den wenig aufregenden Inhalt. Der bleibt ganz konservativ beim bewährten Szenario eines wandernden Jahrmarktes, bei dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Damit reicht Anderson ohne große Anstrengung in harmlose Phantastik-Gefilde, die das moralisierende Stück mit ein paar bunten Ideen erweitern, die erfreulicherweise einmal nicht aufdringlichst durchgestylt sind.

Mit Martin Landau (der leider nur kurz zu sehen ist), Udo Kier und Warwick Davis steht eine eher die Erwachsenenwelt interessierende Besetzung vor der Kamera, die aber keine Glanzpunkte in ihrer Karriere setzt. Der anachronistische Stil des schmucklosen Films dürfte mehr die Nostalgie an die eigene Kindheit wecken und weniger ein neues junges Publikum versammeln. Dafür zehrt das unscheinbare Produkt zu sehr von der eigenen Legende, als sie mit Charme und Geist zu verjüngen.






Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.