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Cecil B. Demented (2000)

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Er ist die Geißel Hollywoods, der fleischgewordene Zorn der Kinogötter, der nackte Wahnsinn mit einer 16-mm-Kamera: Cecil B. DeMented, ein Filmemacher wie es noch keinen gab, will das Ende des „Schlechten Kinos“, und er will ein Ende mit Schrecken! Sein Krieg gegen qualvollen Familienkitsch wie „Patch Adams: The Director´s Cut“ oder „Forrest Gump 2: Gump again“ ist ein totaler, seine Soldaten nennen sich „Die Perforationslöcher“, und seine Geheimwaffe ist Hollywoods größter lebender Star.
Honey Whitlock wird von Cecil bei der Premiere ihres neuen Films entführt und einer radikalen Schönheitskur unterzogen. Denn Cecil dreht nicht nur durch, sondern auch einen Film, in dem Honey die Hauptrolle spielen soll! Ohne Netz und doppelten Boden, mit echten Kugeln, echtem Terror, echtem Sex. Wo Cecil´s Kamerateam auftaucht, herrscht Panik und es gibt immer nur einen einzigen Take. Doch dann schießt Hollywood zurück und Honey muss sich entscheiden: Will sie zurück in ihr Leben als satte, gelangweilte Diva oder will sie mit Cecil, dem charismatischen Anarcho-Regisseur, bis zum Letzten gehen und der Welt das wahre und gute Kino zurückgeben...

Filmkritik

Namen wie "Duke of Puke" oder "Sultan of Sleaze" haften John Waters seit seinen frühen Tagen als waschechter Störenfried an, als er die ahnungslose Öffentlichkeit mit drastischen Werken wie "Pink Flamingos" beglückte. Seitdem sind nahezu drei Jahrzehnte ins Land gezogen und Waters ist in der Popkultur etabliert. Zwar bellt der heute 54jährige noch, doch seine gefälligen Attacken beißen nicht mehr (siehe "Pecker").
Ein Journalist nannte ihn einst "Cecil B. Demented", in Anspielung auf Hollywoods großen Epiker Cecil B. DeMille ("Die zehn Gebote"). Waters fand offenbar Gefallen daran. Er schickt Stephen Dorff als sein alter ego in den Kampf gegen die seelenlose Kommerzindustrie. Möglicherweise etwas spät in Zeiten der Postmoderne.
Das ruppige Äußere ist nur Pose: zwar überfällt die Besetzung voller Enthusiasmus Familienkinos oder eröffnet das Feuer auf das Set von "Forrest Gump: Gump Again". Mit der daraus resultierenden vergnüglichen Randale scheint sich Waters zu begnügen. Der Charme des lärmenden Punkrock ist sich selbst genug. Die Ausgangsidee birgt zwar kaum große Überraschungen. Neben einer Hommage an die Idole des Independent-Kinos (von Kenneth Anger bis Fassbinder) ist "Cecil B." Zeitvertreib mit rabiaten Parolen und milden Bildern.
Fazit: Genüßlich-gefällige Mischung aus Satire und Hommage an das Independent-Kino mit dem Charme des Punkrock.




Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2000
Genre: Komödie
Länge: 87 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 26.10.2000
Regie: John Waters
Darsteller: Alicia Witt, Melanie Griffith, Stephen Dorff
Verleih: Advanced

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