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Dancer in the Dark (2000)

Drama inszeniert von Lars von Trier mit der isländischen Sängerin Björk in der Hauptrolle: Die tschechische Immigrantin weiß, dass ihr eine Erbkrankheit bald das Augenlicht nehmen wird. Um ihrem Sohn, der ebenfalls unter der Krankheit leidet, eine Operation zu bezahlen zu können, die ihm die Erblindung ersparen wird, arbeitet sie Tag und Nacht. Die Energie dafür schöpft sie aus der Musik...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

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Selmas Welt wird immer dunkler. Die tschechische Immigrantin weiß, dass sie bald ihr Augenlicht verlieren wird. Auch ihr Sohn leidet an der ererbten Augenkrankheit. Tag und Nacht arbeitet sie in einer Fabrik, um ihrem Sohn zu einer Operation zu verhelfen. Die notwendige Energie schöpft Selma aus ihrer großen Leidenschaft für Musik. Ihr einziges Vergnügen ist das Musical, das sie mit ihrer Freundin Cathy in einer Laientruppe probt. Wenn das Leben zu hart wird, flüchtet sie in die Welt der Musik. Dort findet sie das Glück, das ihr das wirkliche Leben versagt.

Filmkritik

Out of the Dark: Der dänische Avantgardist Lars von Trier fasziniert nicht nur die Cineasten. Als Grenzgänger bricht er mit gängigen Erzählstrukturen und erschafft mit ausgefallenen Sujets, wackeliger Handkamera und überragenden Darstellerleistungen Kinoerlebnisse, an denen sich die Geister scheiden: etwa den Tabubrecher „Idioten“ mit „Dogma 95"-Manifest als Unterbau.
Die isländische Popröhre Björk spielt in diesem letzten Teil von Lars von Triers „Golden Heart"-Trilogie die Hauptrolle: Nach „Breaking the Waves“ muss auch in „Dancer in the Dark“ eine einfache Frau in einer kalten Welt innere Stärke, Menschlichkeit und Herzlichkeit bewahren. Regisseur von Trier verlangt von seinen Darstellern dabei immer das Äußerste – das Ergebnis sind wahrhaftige Figuren ohne falschen Lack.
Meine Lieder, meine Träume: Von Trier verbindet klassische Musical-Elemente mit der Wucht des Dramas, und Björk bereichert dieses neuartige Amalgam mit experimentellen Interpretationen aus Maschinenrhythmen ausgestanzter Songs. Selmas Lieder sind die Weggefährten ihres aussichtslosen Kampfes gegen die zunehmende Finsternis.
„In einem Musical passiert nie etwas wirklich Schlimmes“ – „Dancer in the Dark“ entlarvt diese Hollywood-Konvention als bittere Lebenslüge. Von Triers tragisches Musical bricht mit Wucht über den Zuschauer herein, verzichtet dabei jedoch auf Sentimentalitäten. In Cannes wurde die Sängerin dafür verdient als beste Hauptdarstellerin geehrt. Björk, die nach diesem Film nie wieder spielen will, erfüllt von Triers trockenen, halb dokumentarischen Stil mit schlichter, einnehmender Menschlichkeit. Wer dieses spröde Epos auf sich wirken lässt, verlässt das Kino aufgewühlt, erschüttert, zornig oder auch zutiefst betrübt – gleichgültig lässt einen der überlange, in breitem Cinemascope mit einer Handkamera auf Videomaterial gedrehte Film ganz sicher nicht. Der Cannes-Jury war das die Goldene Palme wert




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Land: Dänemark, Schweden, Frankreich
Jahr: 2000
Genre: Drama
Länge: 139 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 28.09.2000
Regie: Lars von Trier
Darsteller: Nick Wolf, Catherine Deneuve, Vladica Kostic
Verleih: Constantin Film

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