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Kritik: Red Planet (2000)


Zitat Anthony Hoffman: "Mir lag daran, den Film so realistisch und hautnah wie möglich zu gestalten - Fantasy war nicht gefragt." Der Mann hat wirklich Humor. Zwar hält sich sein Regiedebüt, nach Brian de Palmas "Mission to Mars" die zweite Reise zum roten Planeten, hier und da an physikalische Gesetze; meist verflüchtigen sich diese aber in den Weiten des Alls, da das oft haarsträubende Drehbuch für strikte Popcorn-Unterhaltung konzipiert wurde - das Ergebnis gehört dann wohl eher in den Bereich der Fantasy. Mit dem futuristisch-poppigen Produktionsdesign à la "Lost in Space" fängt es an, zieht sich fort über die pubertären Sprüche einer extrem leichtsinnigen (und somit garantiert nicht professionellen) Crew, die ihre College-Mentalität in den modischen Raumgleiter mitgebracht hat und schließlich fordert ein patent animierter Dienstroboter im Killermodus (aber mit niedlicher Stimme) Blutzoll unter den Gestrandeten: hier soll es keine Minute Leerlauf geben, und falls doch, hilft eine Liebesgeschichte. Das mag unterhaltsam sein, ist aber keine Sekunde ernst zu nehmen. Aus heiterem Drehbuchhimmel ergeben sich meist die haarsträubendsten Wendungen, deren unbeholfene Wahllosigkeit nur durch ungenierte One-Liner zu ertragen sind. Einige interessante Ideen wurden zwar flüssig integriert, aber wohl nie auf ihre Glaubwürdigkeit geprüft. Nach "M2M" enttäuschte Science-Fiction-Fans werden auch hier keinen neuen Schrein finden, ein erstklassiger Look, reizvolle Effekte und die gut aufgelegten Stars Kilmer und Moss ("Matrix") sind dennoch passabler Zeitvertreib.





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