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Sexy Beast (2000)

Ben Kingsley in Karriere-Bestform als eiskalter Psychopath, der den alten Gangster-Kollegen Ray Winstone aus dem Ruhestand zu einem letzten Bruch bewegen will. Ein spannender, exzellent inszenierter britischer Thriller mit phantastischen SchauUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Gary "Gal" Dove ist ausgestiegen. Früher war er der beste und raffinierteste Safeknacker in ganz London und an so manch großem Coup beteiligt. Doch nachdem er dafür seine Zeit abgesessen hat, genießt er nun das luxuriöse Leben an der spanischen Costa del Sol, zusammen mit seiner Frau Deedee, einem ehemaligen Pornostar. Gal verbringt die Tage mit süßem Nichtstun am Pool und lässt sich in der Sonne braten, während Deedee die Designer-Boutiquen leer kauft. Doch dann holen Gal die Schatten der Vergangenheit ein. Don Logan soll ihn für einen brisanten Auftrag nach England zurückholen. Gangsterboss Teddy Bass plant einen spektakulären Bruch: Mit einer Unterwassersprengung will Bass von einem Dampfbad aus in die daneben gelegene Bank eindringen und den ultra-modern gesicherten Tresor ausräumen. Und es gibt nur einen Mann, der dafür die nötigen Kenntnisse und das richtige Fingerspitzengefühl besitzt: Gal Dove. Doch der will sein Paradies und seinen Seelenfrieden nicht aufgeben. Leider akzeptiert die "Firma" aber keine einseitige Kündigung - und nicht umsonst hat der knallharte Bass ihm Logan auf den Hals geschickt: Den denkbar brutalsten psychotischen Killer. Die beiden liefern sich ein knallhartes Duell, das mit einer blutigen Nacht am Pool endet...

Filmkritik

Mit dem Levi's-Spot "Bewegungsfreiheit" hat sich Videoclipregisseur Jonathan Glazer eine Visitenkarte geschaffen, die noch immer durch die Werbepausen huscht. Um so erstaunlicher, dass sein Spielfilmdebüt kein enervierendes Technik-Gewinsel mit eingebautem Schnitt-Hickhack ist, sondern ein stilistisch angenehm zurückhaltender Gangsterfilm, der dem Genre seine verlorene Bedrohlichkeit wiederschenkt.

Erinnert der bizarre Auftakt noch an die überdrehten Krimigrotesken seines Landsmanns Guy Ritchie ("Snatch"), etabliert Glazer ein minimalistisches, leicht surreales, aber dennoch sehr präsentes Universum, in dem die ausgeprägt gezeichneten Charaktere eindeutig im Zentrum stehen.

Die betont simple Handlung wird mit Liebe zur eindringlichen Situation veredelt und durch geschickte Auslassungen interessant gestaltet. Dennoch ordnet Glazer sein Können ganz dem Inhalt unter. Gerade der große Freiraum für die Darsteller lässt "Sexy Beast" erst außergewöhnlich werden.

Deren Dialoge, Mimik und Gestik sind von schneidender Präzision und sorgen für eine unterschwellige Ungemütlichkeit, die sich einem Spannungsbogen gleich stetig steigert. Doch die richtig große Show liefert Ben Kingsley ab, der die wohl gefährlichste Figur seiner Karriere spielt und für die Darstellung eines Psychopathen nicht nur eine Nominierung, sondern auch den "Oscar" verdient hätte. Unvorstellbar, dass der gleiche Mensch einmal "Gandhi" gespielt haben soll...





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Land: Großbritannien
Jahr: 2000
Genre: Thriller
Länge: 88 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 27.06.2002
Regie: Jonathan Glazer
Darsteller: Ben Kingsley, Ray Winstone, James Fox
Verleih: Senator Film

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