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Kritik: Düstere Legenden 2 (2000)


Offenkundig, dass "Düstere Legenden 2" nur für den von Horror weiterhin faszinierten Markt produziert wurde. Sucht man nach künstlerischen Kriterien, solchen also, die einem Film seinen eigenständigen Charakter geben, wie die Prinzipien des Autorenkinos, stellt man fest, das John Ottmans Regiedebüt solche Wesenszüge völlig abgehen. Letztes Jahr war mit kommerziellen Großkalibern aus dem Reich des Phantastischen wie "Scary Movie", "Schatten der Wahrheit", "Hollow Man" und "Sleepy Hollow" geradezu gesegnet. Ob sich dies alles auf "Scream" von 1996 zurückführen läßt, scheint fraglich. In der Fortsetzung von "Düstere Legenden", die mit dem Original kaum mehr als den Titel gemein hat, ist die Beweislage eine andere, zumal die Formel für "tote Teenies" nahtlos weiter gestrickt wurde. Und obwohl weder eine eigenständige Geschichte erzählt, noch ein eigenständiger Stil etabliert wird, klingelte die Kinokasse in Amerika. Und das liegt wohl am ertragreichen Einfluss obiger Erfolge. Ottman, bisher Komponist und Cutter, verleiht den gesichtslosen Jungstars das gleiche Profil, das er auch seinem Film gibt: nämlich keins. Kein Schockmittel ist zu billig, keine Wendung zu geistlos, kein Dialog zu banal. So stumpfsinnig hier auf Fernsehniveau hantiert wird, so frappierend ist die Anmaßung, Hitchcock und weiteren Klassikern selbstbewusst Tribut zu zollen. Der vergleichsweise blutleeren Konserve haften annehmbare Bilder und ein erbaulicher Soundtrack an. Aber das sollte auch für das angebliche Zielpublikum zu wenig sein, das dieses unnötige Sequel hoffentlich mit Verachtung straft.





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