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The Art of War (2000)

Terroristen wollen die Vereinten Nationen durch eine Verschwörung stürzen. Der einzige Mensch, der sie aufhalten kann, ist der internationale Sicherheitsexperte Neil ShawUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Er ist Agent und Waffe in einer Person - und offiziell gibt es ihn gar nicht: Agent Neil Shaw ist der Mann fürs Grobe bei den Vereinten Nationen. Im Auftrag von U.N.-Sicherheitschefin Eleanor Hooks unterstützt er schlagkräftig die Friedenspolitik von Generalsekretär Douglas Thomas. Jetzt muss er eine Verschwörung aufdecken, die das historische Handelsabkommen bedroht, mit dem Chinas 50-jährige Isolation auf dem Weltmarkt beendet werden soll ... Ein grausiger Leichenfund im New Yorker Hafen und die Ermordung des chinesischen U.N.-Botschafters Wu bei einem Empfang des Geschäftsmanns David Chan gefährden den Vertragsabschluss. Als Shaw der Mord untergeschoben wird, muss er untertauchen. Gejagt von mysteriösen asiatischen Killern und FBI-Ermittler Cappella versuchen Shaw und die hübsche U.N-Simultanübersetzerin Julia Fang, die Verschwörung aufzudecken.

Filmkritik

Es ist schon wieder zwei Jahre her, dass Wesley Snipes mit dem durchgestylten Vampircomic "Blade" einen Hit landete. Bis dessen Nachfolger erscheint, versorgt der Actionstar Wartende mit einem futuristischen Thriller, dessen hochtrabender Titel sich auf die chinesische Kriegsphilosophie - schlage deinen Gegner mit seinen eigenen Waffen - bezieht.

Kein Grund, auf explosiv inszenierte Action zu verzichten, bei der Snipes seine zackige Kampftechnik wuchtig einsetzt. Auch zahlreiche Schusswechsel hat Regisseur Christian Duguay mitreißend und überaus brutal choreographiert. Dennoch nimmt er sich ungewöhnlich viel Zeit, Handlungen und Charaktere einzuführen. Der mehrere Parallelhandlungen integrierende Plot zeichnet ansatzweise ein Bild von Korruption und Politik, vertieft dann aber gängige Verschwörungs- und Rachemotive, um mehr Tempo und Action zu ermöglichen.

Auch wenn der Film um inhaltliche Komplexität und Geschlossenheit bemüht ist, bleibt "Art of War" ein technisch aufwändiges, kaltblaues B-Movie im glattpolierten Videoclipstil. Einige ruhige Abschnitte und ein zu lang geratener, deshalb einbrechender Spannungsbogen, erinnern an "The Assignment" und "Screamers" zwei frühere Genrewerke des selben Regisseurs. Dort wie hier gilt: ordentliche Bedienung für Actionfans, die Kinogänger intellektuell sicherlich nicht überfordert.

Robert Knapp


Eine völlig überbordene Geschichte mixt Regisseur Christian Duguay mit den verschiedensten Stilmitteln zusammen. Da gibt es genügend Action-Elemente (Schießereien, Martial Arts), die mehr als einmal an das HongKong-Kino erinnern, natürlich, ohne dessen Brillanz zu erreichen. Dann meint er sich in Suspense-Sequenzen á la Hitchcock oder de Palma versuchen zu müssen und die Regenatmosphäre an einigen Stellen erinnert an „Blade Runner“.
Ein sehr talentierter Regisseur hätte aus diesen Stilvorlagen einen richtig guten, unterhaltsamen Film gemacht, der seine Reminiszenzen zu einem eigenen Stil zusammen gebunden hätte. Es wäre ein Kommentar auf die Quellen gewesen, der ihr Verhältnis untereinander ausgelotet hätte. Ein leidlich talentierter Regisseur hätte aus den tollen Vorbildern wunderbar dynamisches Popcorn-Kino gemacht, bei dem man nach zwei Stunden im Kinosaal das Gefühl hat, sich doch gerade erst hingesetzt zu haben. Ein schöner, kurzweiliger Mainstream-Cocktail wäre das gewesen. Christian Dugay ist aber bestenfalls das, was man einen soliden Handwerker nennen kann. Seine Filme sind nie ganz schlecht, aber sie schaffen es einfach nicht, die magische Hürde zu überspringen, hinter der sich das Beet der Qualitätspflanzen befindet. Bei ihm bleibt die Action solide, die Dialoge dämlich und die Verknüpfung der einzelnen Element etwas holprig. So gibt es hier eben Blend statt Single Malt, Nachahmung statt Originalität, Steh-Italiener statt Restaurant oder einfach Mittelmaß statt Qualität.
Die vielen Fragmente fügen sich nicht zu einem einheitlichen Ganzen zusammen, sondern stehen ein bisschen nebeneinander. Für einen verregneten Tag reicht es aber noch.





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Land: USA
Jahr: 2000
Genre: Action, Thriller
Länge: 117 Minuten
Kinostart: 16.11.2000
Regie: Christian Duguay
Darsteller: Maury Chaykin, Wesley Snipes, Donald Sutherland
Verleih: 20th Century Fox

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