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Kritik: Nachts im Park (2001)


Beim Titel denkt man sofort an "Thriller" und liegt damit auch nicht so ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig. Vielmehr geht es Regisseur Uwe Janson um eine wilde Genre-Mischung. Er will vereinen, was nach alter Konvention unvereinbar ist, und unterfüttert den Thriller mit einer gehörigen Portion komödiantischer Szenen sowie einer gefühlstriefenden Liebesgeschichte. Im Grunde genommen ist das Rezept pfiffig ausgedacht, kann man doch auf diese Weise ein besonders breites Publikum ansprechen, wenn die einzelnen Genre-Stücke harmonisch ineinandergreifen. Doch gerade das gelingt eben nur teilweise. Zu sehr wirkt manche Wendung übers Knie gebrochen, zu sehr stehen sich in Jansons Inszenierung die Elemente selber im Weg. Nicht das "Nachts im Park" unamüsant wäre, aber ein Gesamtwerk ist er nicht. Man kann sich bei diesem Film vortrefflich an einzelnen Szenen und Einfällen erfreuen, um dann auf das nächste Highlight zu warten. Zwischendurch aber wird man durch den ungeschickten Aufbau aus der Geschichte herausgerissen, so dass ein Erleben der Handlung oder gar ein emotionales Mitgehen nur selten möglich ist. Die Schauspieler hingegen gehören zu den sehenswerten Elementen von "Nachts im Park". Die Gesichtsverrenkungen von Pasquale Aleardi als Polizeipsychologe sind vielleicht ein bisschen übertrieben, sorgen aber in jedem Fall für den nötigen Kurzweil. Alles in allem bleibt "Nachts im Park" eine nur ansatzweise gelungene Genre-Mischung.




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