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Kritik: Die Mumie kehrt zurück (2000)


Dass gefälliger Mainstream hollywoodscher Prägung mit Stil und Witz daher- kommt, ist eher die Ausnahme. "Die Mumie" war vor gut zwei Jahren eine solche. Ebenso unverschämt wie erfolgreich wurde in den Gefilden von Spielberg oder Zemeckis gewildert. Das freie Remake des alten Boris Karloff Klassikers war in jedem Fall ein Welterfolg, der sogar zu Kulturpessimismus neigende Cinéasten prächtig unterhielt. Die Arbeiten an der in einem solchen Fall obligatorischen Fortsetzung haben bereits kurz nach dem sensationellen Start von Teil 1 begonnen. Und da das komplette Team - vor wie hinter der Kamera - erneut mit von der Partie ist, sind die Erwartungen hoch, auch wenn die Kürze der Produktionszeit (und erst recht der Drehbuchentwicklung) vorsichtige Skepsis aufkommen lässt. Teil 2 beginnt im Jahr 1935. 10 Jahre nach ihrer schauerlichen Begegnung mit dem mumifizierten ägyptischen Hohepriester Imhotep sind die Archeologen Rick O‘Connell und Evelyn glücklich verheiratet und haben einen achtjährigen Sohn, Alex.
Aber Glück und familiäre Ruhe sind nicht von Dauer. Ein paar tausend Kilometer vom schicken Londoner Heim, tief unter dem Sand der Sahara, braut sich bereits der nächste Alptraum zusammen.
Der vor 6000 Jahren vom großen Gott Anubis verstoßene Krieger Scorpion King steht kurz davor wiedererweckt zu werden, um mit seiner noch schlummernden Armee die zivilisierte Welt anzugreifen.
Parallel dazu setzt eine Gruppe machtgieriger Anhänger der Mumie Imhoteps alles daran, ihr Idol wiederzubeleben. Der Hohepriester hat als einziger die Fähigkeit, den Scorpion King zu besiegen.
In diese jahrtausendealte Scharmützel sehen sich urplötzlich Rick, Evelyn und Alex verstrickt. Ihnen zur Seite steht allein Ardeth Bay, der militärische Führer eines stolzen Wüstenvolkes, der einst geschworen hatte, die Wiederkehr Imhoteps zu verhindern.
Zu dem wackeren Quartett gesellt sich noch der ebenfalls aus Teil 1 herübergerettete ängstliche Onkel Jonathan, erneut zuständig für stieselige Klamaukeinlagen. Alles in allem also ein recht bescheidenes Häuflein, dass hier antritt, den Untergang der Welt zu verhindern. Hört sich diese Zusammenfassung schon recht verquer an, der Film und seine Geschichte ist ungleich wirrer. Viel zu viel Personen, die zu entwickeln der Film sich keinerlei Zeit nimmt, und diverse Schauplätze und Handlungsstränge auf verschiedenen Zeitebenen sorgen allenthalben für dramaturgisches Chaos und Konfusion.
Atemlos wird das Tempo vorangetrieben, lärmende Action-Nummern suchen sich zu übertrumpfen und die Special-Effects erschlagen sich gegenseitig. Dass bei dieser Überdosis Krawall jedweder Charme und Witz, von augenzwinkernden Zwischentönen mal ganz zu schweigen, auf der Strecke bleiben, ist klar.





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