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Rollerball (2001)

Ein unglaublich misslungener US-Thriller. So ein Film kann schon mal eine Karriere beenden. Regisseur John McTiernan hat das Remake des Science Fiction-Films von 1974 dermaßen auf Grund gesetzt, dass auch alles Umschneiden nichts mehr half...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1.0 / 5

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Ein Blick in die Zukunft - und die ist grausam: Rollerball ist mehr als ein Sport, es ist ein riesiges Spektakel und ein noch größeres Geschäft – brutal, schnell und beliebt. Überall auf der Welt füllen sich gigantische Arenen mit Fans, die den modernen Gladiatoren bei ihren gefährlichen Wettkämpfen huldigen. Unter ihnen sind die Spieler Jonathan Cross, Marcus Ridley und die aufreizende Aurora, die auf Rollerskates und Motorrädern alles riskieren, um ihre Gegner aus dem Feld zu schlagen. Doch die wahre Gefahr lauert am Rande der Spielbahn. Teambesitzer Petrovich setzt skrupellos das Leben seiner Stars aufs Spiel, um die Einschaltquoten in die Höhe zu treiben...

Filmkritik

An der Remake-Quote lässt sich der Stand kreativer, neuer Ideen in Hollywood recht einfach messen. Demnach steht es schlecht um den Einfallsreichtum der Produzenten: die Klassiker und auch längst schon unbekanntere Werke - der Name ist Legion - werden nur so durchgereicht. Kurvte in Norman Jewinsons Original Haudegen James Caan durch die futuristischen Kulissen des 1975 noch taufrischen Münchner Olympiastadions, stehen nun einige junge Gesichter aus Hollywoods zweiter Garde in der gemischtrassigen "real man's league".

Als Schmankerl gibt sich Frankreichs Nummer eins, Jean Reno als skrupelloser Sportfunktionär die Ehre. Leider reichte das Budget dann wohl für kein Drehbuch mehr. Wie auf derart inkompetente Weise die fatale Verwicklung von Showbizsport und TV-Quote angerissen wird, um dann in einem lärmenden, hektischen Videoclip bar jeder Logik zu kollabieren, ist schon fast wieder sehenswert: die Amok-Montage zerfetzt den primitiv-Plot wie ein Elektro-Häxler das Reisig - das hat bei Stones "An jedem verdammten Sonntag" seinen ästhetischen Effekt gehabt, hier ist es rein chaotisch.

John McTiernan, Ende der 80er Jahre einer der besten Actionregisseure ("Stirb langsam") wäre nach Flops wie "Der 13te Krieger" ein Erfolg vergönnt gewesen. Doch nach einem Zerwürfnis mit dem Studio schnitten die Produzenten seinen Film komplett um. Wie er einst ausgesehen hat, lässt sich in dem nicht ernstzunehmenden Krampf für die Zielgruppen (für die extra ein Auftritt der Psychos von Slipknot organisiert wurde) nur noch erahnen.





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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Thriller
Länge: 98 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 28.03.2002
Regie: John McTiernan
Darsteller: LL Cool J, Jean Reno, Chris Klein

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