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Kritik: American Pie 2 (2001)


Kein Film aus dem angesagten Subgenre der High School-Teen Sex-Bad Taste-Komödie war erfolgreicher als "American Pie". Und auch der extrem hastig nachgeworfene zweite Teil war in Amerika einer der Gewinner des Kinosommers. Was den Erfolg dieser Filme ausmacht, ist kaum zu erklären, zumal sie zielgruppengebunden sind wie kein anderes Genre. Um dies mal leicht zu überspitzen: Unter 16 darf keiner rein und über 18 will keiner mehr rein, aber innerhalb dieser knappen Spanne gehen alle rein und amüsieren sich, was man so hört, ordentlich bis gut. Und da ein Film wie "American Pie", egal ob 1 oder 2, nie auch nur einen Hauch mehr will, sollte man es eigentlich auch dabei bewenden lassen. Für feuilletonistische Betrachtungen eignen sich dergleichen Produkte von der Stange sowieso beim besten Willen nicht. Für die, die zur Zielgruppe gehören und sich angesprochen fühlen, hier also ein paar Sätze zum Film. "American Pie 2" ist weder besser noch schlechter als sein Vorgänger. Wem also Teil eins Spaß gemacht hat, der wird sich hier erneut amüsieren. Zumal das komplette Ensemble beibehalten werden konnte. Mindestens zehn guten alten Bekannten gilt es also, beim erneuten Versuch des Erwachsenwerdens wieder zuzuschauen. Für die Clique neigt sich das erste College-Jahr dem Ende zu. Nach wie vor ist die muntere Truppe aus Michigan in allerlei amouröse Abenteuer verstrickt und fest entschlossen, dem Ernst des Lebens die kalte Schulter zu zeigen und jedwede Störung der Dauerparty geflissentlich zu ignorieren. Einzig einem ausgeglichenen Hormonhaushalt gilt das allgemeine Streben. Und so trauert Kevin seiner High School-Freundin Vicky nach, vermisst Oz nach wie vor seine große Liebe Heather, flüchtet sich Finch in feuchte Träume von Stiflers Mutter und versucht sich Jim mit Michelle über ein sexuelles Debakel hinweg zu trösten. Ein gemeinsamer Sommerurlaub in einem abgelegenen Strandhaus bringt die ganze Clique zusammen. Angeführt vom Guru und Oberpartytier Stifler wird Spass ohne Ende proklamiert. Unweigerlich stellen sich romantische, aber auch eher peinliche Zwischenfälle ein. Der allgemeinen Festtagsstimmung tut dies freilich keinerlei Abbruch, im Gegenteil. Getreu dem Motto: Wie gut die Party war, lässt sich daran ermessen, wie oft die Polizei da war. Dass der von "American Pie 2" ausgehende Frohsinn sich weitgehend auf Ballermann 6- Level bewegt, zeigt nicht mehr und nicht weniger, als dass das Scherzniveau weltweit nachgelassen hat. Aber was soll’s: Es gibt Schlimmeres...




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