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Kiss of the Dragon (2001)

Jet Li spielt in diesem US-Thriller einen chinesischen Polizisten, dem ein Mord in Paris in die Schuhe geschoben wird und der sich neben Gangstern somit noch der Polizei erwehren muss. Mittelmäßiger Martial Arts-Streifen mit guten Kampfszenen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Der chinesische Polizist Liu Jian soll in Paris gemeinsam mit Inspektor Richard einen Drogenboss aus China überführen und verhaften. Bei dieser Aufgabe wird Liu des Mordes verdächtigt, denn sein scheinbar ehrenwerter Kollege versucht, ihm einen eigens verübten Mord in die Schuhe zu schieben. Auf der Flucht vor einem ganzen Mob von Verbrechern oder Verbündeten Richards sucht er Unterschlupf bei Tai, einem seiner chinesische Kontakte. Dabei begegnet er der Prostituierten Jessica, deren Tochter der Inspektor als Geisel benutzt. Liu verspricht Jessica, ihre Tochter zu befreien, und mit einer spektakulären Jagd beginnt ein erbitterter Kampf gegen Richard und seine Leute ...

Filmkritik

Nach "Romeo Must Die" forderten Jet-Li-Fans die Rückkehr ihres Meisters auf den Boden. Ein nach "Tiger & Dragon"-Manier fliegender Akrobat war ihnen zuwider. Gefordert, getan, Jet Li gibt in diesem streng nach Genre-Konventionen ablaufenden französischen Actioner einen Streetfighter, wie man ihn selbst zu Hongkong-Zeiten kaum gesehen hat. Wieder ein Grund mehr, Steven Seagal in Rente zu schicken. Produzent Luc Besson sorgte für einen Noir-Look wie aus "Nikita" und stellte ein erfahrenes Team auf die Reihe, so dass in technischer Hinsicht nichts auszusetzen ist. Dass es aber gerade beim Actionfilm auch auf Handlung und Fingerspitzengefühl ankommt, wird schnell sichtbar. Zumal es einige lange Passagen davon gibt. Jet Li, der die Idee zum Film hatte, hüpft in ein Action-Fettnäpfchen nach dem anderen - aber wenigsten mit seiner unnachahmlichen Eleganz: Ohne nennenswerte Selbstironie üben sich Tcheky Karyo & Co. im Overacting, ihre Figuren sind hemmungslos überzeichnete Karikaturen von Bösewichten. Die Buddy-Witze, für die Bridget Fonda herhalten muss, haben nahezu das Nerv-Niveau von Chris Tucker in "Das fünfte Element". Dazu addiert sich ein schlampiges Verschwörungsszenario und deplatzierte Melodramatik - nur gut, dass bei den Zweikämpfen nicht an Kreativität gespart wurde: deren Schnelligkeit, Einfallsreichtum und Dynamik stellt einige Vergleichsware in den Schatten, aber ebenso die drastische Brutalität. Selbst Seagal ging in seinen frühen Rächerthrillern nicht bestialischer zu Werke. Ergebnis: die Kinofassung wird (vermutlich) stark gekürzt, weil der Film ab 16 freigegeben werden soll.




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Land: USA, Frankreich
Jahr: 2001
Genre: Action, Thriller
Länge: 97 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 25.10.2001
Regie: Chris Nahon
Darsteller: Tchéky Karyo, Jet Li, Bridget Fonda
Verleih: Tobis Film

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