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Die Mothman Prophezeiungen - Tödliche Visionen (2001)

The Mothman Prophecies

Reporter Richard Gere recheriert in einer Kleinstadt, in der Menschen seltsame Erscheinungen gesehen haben wollen. Hanebüchener US-Thriller mit dämlichem Schluss, der aber wenigstens eine spannende Atmosphäre heraufbeschwört...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.6 / 5

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Zwei Jahre sind vergangen, seitdem Topjournalist John Klein seine Ehefrau Mary nach einem Unfall verloren hat. Noch immer verfolgt ihn die Erinnerung an die unheimlichen Zeichnungen einer makaberen Kreatur mit stechend roten Augen, die Mary auf dem Totenbett angefertigt hatte. Jetzt wird John von der Vergangenheit eingeholt: Auf dem Weg zu einem Auftrag verschlägt es ihn in die entlegene Kleinstadt Point Pleasant, ohne dass er sich erklären kann, wie er dort hingelangt ist. Doch das ist erst der Beginn einer Kette mysteriöser Ereignisse - immer mehr Dorfbewohner berichten, von einer finsteren Erscheinung mit gewaltigen Schwingen und stechend roten Augen heimgesucht worden zu sein. John gelangt zu einer erschreckenden Erkenntnis: Der Mothman will direkt zu ihm sprechen. Was will ihm der Botschafter des Todes sagen?

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Filmkritik

Im Falle von "The Mothman Prophecies" überzeugt vor allem das virtuose Gewebe, welches sich aus den einzelnen Strängen ergibt. Ein zentrales Thema im Geflecht ist die Trauer eines Starreporters der Washington Post. Seine Frau stirbt an den Folgen eines Autounfalls. Auch zwei Jahre später hat der Reporter den Verlust noch nicht überwunden. Auf einer nächtlichen Autofahrt legt er innerhalb kurzer Zeit eine Streckenlänge zurück, die jegliche physikalische Regel außer Kraft setzt. Das Auto bleibt auf dem Highway liegen und der Reporter hat keine Ahnung wie er überhaupt in das kleine Provinzkaff am Ohio-River gekommen ist. Noch bevor er sich am nächsten Tag wieder auf den Rückweg machen kann, erfährt er, dass in letzter Zeit seltsame Dinge in der Umgebung vorgefallen sind. Verschiedene Menschen berichten von einer großen, dunklen, engelsförmigen Gestalt mit glühend roten Augen, die ihnen erschienen ist. Manche haben sogar Katastrophenwarnungen bekommen, die später in Erfüllung gingen. Ähnliche Gestalten hatte die Frau des Reporters vor ihrem Tod im Krankenhaus gezeichnet. So schließt sich der Kreis zwischen persönlichem Schicksal und mystischer Prophetie. Dem Genre entsprechend fächert "The Mothman Prophecies" verschiedene Erklärungsmöglichkeiten für das unheimliche Geschehen auf, die von optischer Täuschung bis zu Wahnsinn reichen. Mitten drin befindet sich Richard Gere als trauernder Reporter, der nur begreifen will, was seiner Frau damals passierte. Auf der Suche nach der Lösung entwickelt sich für ihn das mystische Element zu einem elementaren Bestandteil seines Aufarbeitungsprozesses. Erst indem er der engelsförmigen Gestalt einen Sinn geben kann, fällt die Last des Unglücks von ihm ab. So entwickelt der Film eine wunderbare psychologische Komponente, die der klassischen Thematik eine neue Bedeutungsebene hinzufügt. Alles in "The Mothman Prophecies" greift ineinander. Kein Detail steht für sich alleine. Zusammen mit der atmosphärischen Inszenierung aus schauerlichen Auftritten der Gestalt, bedeutungsschwangeren Bildern von möglichen Katastrophenorten und mystischen Hinweisen ergibt sich ein kunstvolles Gesamtbild.




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Thriller
Länge: 119 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 25.04.2002
Regie: Mark Pellington
Darsteller: Richard Gere, David Eigenberg, Bob Tracey
Verleih: Concorde

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