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Kritik: Gosford Park (2001)


Es hört sich fast an wie "Cluedo": Der Gastgeber einer großen Jagdgesellschaft wird in seiner Bibliothek ermordet und als Täter kommen zahlreiche Gäste und Diener in Frage, da sich der alte Mann viele Feinde gemacht hatte.
Der Krimi-Aspekt des Films ist völlig vernachlässigenswert, das Ganze überzeugt als Westentaschen-Agatha Christie nicht besonders und wird auch nur recht zögerlich verfolgt. Da zu viele blasse Charaktere mit einem Schlag eingeführt werden, ist es zudem fast unmöglich, den Überblick zu behalten. Bei Agatha Christie-Romanen konnte man wenigstens noch zurückblättern. Die Kriminalhandlung gibt lediglich Stephen Fry eine Gelegenheit, einen trotteligen Inspector zu mimen. Stattdessen brilliert der Film mit einer superben Besetzung und erstklassigen britischen Mimen bis in die Nebenrollen und fabelhaften Dialogen, wenn er sich dem Klassenunterschied zwischen Gästen und der Dienerschaft widmet. Maggie Smith ragt im Übrigen dabei hinaus. Ein recht amüsanter Film, der aber ziemlich überschätzt scheint und in der Pressevorführung auch nur mäßigen Applaus bekam.





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