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Kritik: Down (2001)


Wer schon immer voller Horrorvorstellungen Fahrstühle betreten hat, der bekommt jetzt den passenden Film dazu serviert. Nur belässt es der Lift in "Down" nicht dabei, einfach auszufallen; er hat am Töten seinen Spaß.

Als das Transportmittel im Hochhaus zunächst stecken bleibt, schöpft noch niemand Verdacht. Die Verwaltung ruft Techniker, welche die Anlage in Ordnung bringen sollen. Nach mehreren Stunden Arbeit läuft der Fahrstuhl wieder wie früher, fällt aber kurz danach erneut aus. Zudem gibt es einen toten Blinden zu beklagen, der in den Schacht gestürzt ist. Die Nachricht von einem Unfall wird verbreitet, da niemand an eine andere Erklärung glauben will. Die Ereignisse erscheinen einem der Techniker jedoch derart mysteriös, dass er sich damit nicht zufrieden gibt und eigene Nachforschungen anstellt. Dabei fördert er Fakten zu Tage, die mehr als beunruhigend sind. Denn die Fahrstuhlanlage ist Teil eines speziellen Forschungsprojektes gewesen.

Um aus einem toten Gegenstand, der sich lediglich eingeschränkt bewegen kann, ein angsteinflößendes "Lebewesen" zu machen, benötigt man schon ein ausgefeiltes Drehbuch. Das besitzt Dick Maas, der mit "Down" das Remake seines eigenen Films "De Lift" vorlegt. Bis in einzelne Szenen hinein kopiert er das frühere Werk und kann so von dessen Einfallsreichtum profitieren. Maas inszeniert den Fahrstuhl als intelligentes Wesen, das auf die Handlungen der Menschen reagiert oder mit ihnen spielt. Da öffnet und schließt sich die Schiebetür, als wolle der Lift die Wartenden ärgern, ein neugieriges kleines Kind lockt er so an. Dabei erschreckt vor allem die schlichte Präzision, mit welcher die technische Anlage ihr bösartiges Handwerk verrichtet, als gäbe es einen zu erfüllenden Plan.

War "De Lift" ein schmutziges, kleines Werk, so legt Maas mit "Down" die ästhetisch sauberere Variante vor, welche sich eindeutig am Look des Hollywood-Action Kinos orientiert.





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