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Kritik: Amadeus (1984)


Milos Formans mit acht "Oscars" dekorierter Dreistünder im jetzt vorliegenden "Director's Cut" ist ein Academy Awards-Film, wie er im Buche steht. Zwischen den Polen klassisch und konventionell findet sich hier alles, was die Oscargesellschaft schätzt: Opulenz, Ausstattung, ein tragisches Genie - siehe auch: "A Beautiful Mind" -, einen klassischen Bösewicht, mitreißend-gefühlvoller Stil, eine Leinwandbiographie mit gewissen künstlerischen Freiheiten und Überlänge, die Wichtigkeit signalisiert. Kurz gesagt: Milos Forman ist auf Nummer sicher gegangen. Daran ändern auch 20 zusätzliche Minuten nichts. Im Vergleich zu einem unorthodoxen Feuerwerk wie "Der Mondmann" ist "Amadeus" unglaublich konservativ. Aber genau das lieben wohl die meisten Kinogänger, die ihren Kulturanspruch in diesem Film verwirklicht sehen. Keine Sorge: Das Epos über das tragische Musikgenie bleibt auch weiterhin ein faszinierendes, hervorragend erzähltes Drama mit überaus langem Atem, das vor allem im Detail seine kritischen Seiten offenbart. Wirklich gewagt war es nie und wollte es wohl auch nie sein. Cinéma du papa aus Hollywood kann ja auch schön sein.




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