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Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen
Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen
© Constantin Film Verleih GmbH

Kritik: Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen (2004)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

2002 avancierte "Bibi Blocksberg" zum erfolgreichsten deutschsprachigen Kinofilm des Jahres. Da war es nur konsequent, dass zwei Jahre später mit "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" eine Fortsetzung folgte. Abermals diente die 1980 ins Leben gerufene Kinderhörspielserie um die titelgebende junge Hexe als Basis; die Schöpferin der Reihe, Elfie Donnelly, verfasste erneut das Skript. Allerdings lässt sich in dem von Franziska Buch ("Emil und die Detektive") in Szene gesetzten Leinwand-Abenteuer noch eine andere Inspirationsquelle deutlich erkennen: die "Harry Potter"-Adaptionen, die 2001 ihren Anfang nahmen.

Nicht nur das als Ferieninternat genutzte Schloss Altenberg erinnert in seiner Ausstattung an die Filme über den Zauberschüler, auch die Klänge des Komponisten Enjott Schneider sind klar an den Score von John Williams angelehnt. Überdies rückt die Tricktechnik im Vergleich zum Vorgänger stärker ins Zentrum; in einigen Passagen setzt die Inszenierung vor allem auf Action. Seine besten Momente hat "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" indes, wenn die bekannten Figuren – insbesondere Bibi sowie deren Eltern und die Antagonistin Rabia samt Kater Maribor – mit ihren Eigenheiten im Mittelpunkt stehen. Gelungen ist zudem die Zeichnung der Freundschaft zwischen Bibi und Elea. Die (wenigen) Musical-Einlagen sind hingegen eher verzichtbar.

Hauptdarstellerin Sidonie von Krosigk, die die Titelheldin schon im ersten Teil verkörperte, liefert eine sympathische Leistung. Sie spielt Bibi als trotzige Schülerin und ist in allen Launen glaubwürdig. Ebenso überzeugt das übrige Ensemble, von Katja Riemann und Ulrich Noethen über Monica Bleibtreu und Nina Petri bis hin zum sehr jungen Frederick Lau. Ganz hervorragend agiert die spielfreudige Corinna Harfouch als fiese Rabia.

Fazit: Die zweite Leinwand-Adaption der populären Hörspielreihe orientiert sich in der Wahl des Schauplatzes und der Gestaltungsmittel an den "Harry Potter"-Filmen und nimmt vor allem durch seine stimmige Besetzung für sich ein.




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