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Serenity - Flucht in neue Welten
Serenity - Flucht in neue Welten
© United International Pictures

Serenity - Flucht in neue Welten (2005)

Serenity

Science Fiction: 500 Jahre nach unserer Zeit. Kapitän Reynolds schlägt sich mit kleinen Gaunereien auf dem Raumschiff Serenity durchs Universum. Als er einen Doktor und dessen telepathisch veranlagte Schwester an Bord nimmt, wird der Jäger zum Gejagten...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.4 / 5

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500 Jahre nach unserer Zeit. Der abgehalfterte Kriegsveteran Kapitän Malcolm Reynolds (Nathan Fillion) schlägt sich mit kleinen Gaunereien und Frachtaufträgen auf dem Raumschiff Serenity durchs Universum. Mit an Bord: seine Crew aus streitbaren, aufsässigen, doch bis in den Tod loyalen Gefährten.

Als Malcolm zwei Passagiere aufnimmt, einen jungen Doktor und dessen labile und telepathisch veranlagte Schwester, wird der Jäger zum Gejagten. Denn das Pärchen flüchtet vor der unbarmherzigen Koalition des Universums, die vor nichts zurückschreckt, um das Mädchen zurückzubekommen. Gejagt von schier übermächtigen Feinden, wird der Crew fatalerweise viel zu spät klar klar, dass die größte Gefahr an Bord der Serenity selbst lauert...

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Filmkritik

Mit "Serenity – Flucht in neue Welten" ließ Regisseur und Drehbuchautor Joss Whedon für sich selbst, das Produktionsteam und Fans der Original-Serie "Firefly" einen Traum wahr werden. Nach nur einer, von Fox abgesetzten (genialen) Staffel, wurde die Serie in den kommenden Jahren auf DVD zum Kult und hatte einen kleinen aber zusammenhaltenden Fanaufruhr zur Folge, der bisher nur wenigen Fernsehsendungen zu Teil wurde. Mit Universal wurde ein neuer Produktionspartner gefunden, der dem kreativen Kopf weitgehend freies Geleit gab.

Würdiges Finale
Der Film knüpft an die erste Staffel an und liefert einige Hintergrundinformationen, welche in dem zeitlichen Rahmen von 14 Episoden keinen Platz fanden. So gibt es einiges Wissenswertes über Rivers Psychosen und die blutrünstigen Reever. Geschickt bringt Whedon auch ein paar unverzichtbare Anleihen an das Original mit ein.
Wie die Vorlage entpuppt sich "Serenity – Flucht in neue Welten" als leichte Science-Fiction-Western Kost mit hohem Unterhaltungswert. Dabei bleibt die Produktion bescheidener und bodenständiger als Blockbuster wie "Star Wars" oder "Star Trek" und fährt nur selten actionreiche Geschütze auf. Das gewisse Etwas liegt vielmehr in den beinahe perfekt ausgearbeiteten Charakteren und der positiven Gesamtatmosphäre, denn in budgetverprassenden Explosionen. Leider kommt die Figur des Shepard Book etwas zu kurz und die Animationen entsprechen nicht immer dem damals aktuellen Stand. So wirken die Raumschiffe, vor allem bei Fahrten über die Erdoberfläche, stark künstlich ins Bild montiert. Akzeptiert man aber einmal das weitaus geringere Budget, welches den Film zugleich davon ablenkt zu einem 0815-Actionreißer zu werden, wie es Fox am liebsten als Serie gesehen hätte, so fällt das weitaus weniger ins Gewicht. Intelligenter Witz, sympathische Charaktere, coole Sprüche und sehr emotionale Momente verzeihen zudem kleinere Fehler.

Dennoch kann "Serenity - Flucht in neue Welten" einige Anleihen bzw. Ähnlichkeiten mit großen Blockbustern nicht ganz verleumden. So erinnert Chiwetel Ejiofors Methode, der kleinen Rebllengruppe den Gar auszumachen, stark an den Kopfgeldjäger Boba Fat aus "Star Wars Episode 4: Das Imperium schlägt zurück".

Ich hab vor, mich schlecht zu benehmen. (Nathan Fillion alias Mal)Ein im Vergleich zum restlichen Film übertriebenes Finale nach einer imposanten Weltraumschlacht lassen den Begriff des unsterblichen Helden neu definieren. Zudem erinnern die kleinen Anekdoten vor dem finalen Kampf den Zuschauer wehmütig an alte Firefly-Zeiten, die nun eindeutig vorüber sind.
Letzten Endes erfüllte Whedon sich, seinem Produktionsteam und seinen Fans mit "Serenity – Fluch in neue Welten" einen Traum, der größtenteils in Erfüllung geht. Die Atmosphäre des Originals bleibt erhalten und Whedon befördert, nach dem forcierten Ende der Serie durch Fox, diese nun selbst auf ein goldenes Abstellgleis und zollt ihr damit nötigen Respekt, der das Herz eines jeden Fans höher springen lässt. Wenn die Firefly zu Beginn der Serie zur Landung ansetzt und am Ende wieder in die Weiten des Weltalls emporsteigt, bleibt die Hoffnung, dass dieser Film nicht der traurige Abschied von einer Kultserie bleibt.
Das Ende und der Verlust beliebter Charaktere lässt den Zuschauer denselben Schmerz spüren, der durch das Produktionsteam inklusive Schauspieler gefahren sein muss, als das Aus der Serie durch Fox beschlossen wurde. Joss Whedon setzt mit dem Kinofilm nun posthum ein ehrenvolles Denkmal für eine der genialsten Serien aller Zeiten. Zwar gibt es nicht viel Neues, dafür bleibt aber alles beim liebgewonnenen Alten. So auch der große Unterhaltungswert.

Whedon hat im Vorfeld der Produktionsarbeiten zu "Serenity" im Bezug auf eine Firefly-Fortsetzung einmal angemerkt: "Ab wann ist es keine Herzmassage mehr, sondern Leichenfledderei?" "Serenity" ist eine Massage für das Herz eines jeden Fans. Die einzige Leichenfledderei bestand darin, den lebensfähigen und lebenswilligen Körper bewusst nicht wiederzubeleben. Shame on you, Fox!

Fazit: Melancholischer Abschied eines wunderbaren Casts




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Land: USA
Jahr: 2005
Genre: Science Fiction
Länge: 119 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 24.11.2005
Regie: Joss Whedon
Darsteller: Nathan Fillion, Gina Torres, Alan Tudyk
Verleih: United International Pictures

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