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Serenity - Summer Glau
Serenity - Summer Glau
© Universal Pictures International

TV-Tipps für Samstag (17.8.): Joss Whedon flüchtet in fremde Welten

RTL 2 zeigt "Serenity"

Am Samstagabend heißt es für Spielfilmfreunde Gefühl oder Action. Pro7 zeigt im Hauptprogramm in einer FreeTV-Premiere das Drama "Begabt" mit Chris Evans in einem Sorgerechtsstreit, während parallel RTL2 das Spielfilmdebut "Serenity" von Joss Whedon ausstrahlt.

"Begabt", Pro7, 20:15 Uhr
Ein mathematisches Wunderkind (Mckenna Grace) wird zum Objekt eines Sorgerechtsstreits zwischen dem sie aufziehenden Onkel (Chris Evans) und dessen Mutter (Lindsay Duncan).

Nachdem er die beiden "Amazing Spider-Man"-Filme mit Andrew Garfield inszeniert hatte, setzte sich Regisseur Marc Webb mit diesem US-Drama wieder kleiner. Für gerade mal 7 Millionen Dollar produziert, ging das Werk 2017 als Independent-Produktion durch, womit seine weltweit 43 Millionen Dollar Umsatz als Achtungserfolg gewertet wurden. Der im US-Bundesstaat Florida spielende "Gifted" - so der Originaltitel - wurde im US-Bundesstaat Georgia gedreht.

Die Handlung von Tom Flynn ist allzu vorhersehbar, aber die gewinnenden Darsteller machen das Beste aus dem Stoff, sprich - einen ansehnlich unterhaltsamen Streifen. Die Kritiken für die Fox Searchlight-Produktion fielen gemischt aus.

Kritiker Damian Levy schrieb in "Jamaica Gleener": "Mit nachvollziehbaren Charakteren und natürlichen Dialogen wirkt der Film bemerkenswert authentisch, während er fortwährend auf die Tränendrüse drückt."



"Serenity", RTL2, 20:15 Uhr
Die Crew des Raumschiffs Serenity versucht einem Attentäter zu entkommen, der ein Teammitglied fassen will, das telepathische Fähigkeiten besitzt.

Talente wie Joss Whedon fallen nicht vom Himmel. Der Macher hinter "The Avengers" und "Avengers: Age of Ultron" zeigte schon 2005, welch begnadeter Filmemacher er als damals 41-Jähriger aus New York City war. Bereits für seine Fernsehserie "Buffy the Vampire Slayer" gefeiert, ging der Regisseur und Drehbuchautor, der laut eigenen Angaben mit seinem Leben außerhalb der Arbeit nicht viel anzufangen weiß, seinen ersten Spielfilm an, den Universal Pictures für rund 40 Millionen Dollar produzierten.

"Serenity" knüpft an Whedon's Fernsehserie "Firefly" von 2002 an. Der Film übernahm die Besetzung der Fernsehserie, die ohne große Namen auskam. Der einzige Schauspieler, der heute - zehn Jahre später - größere Bekanntheit erlangt hat, ist Chiwetel Ejiofor. Joss überzeugte die Produzenten bei Universal, dass er einen solchen Film in 50 statt der sonst üblichen 80 Tage drehen könne und verzichtete auf CGI - computergenerierte Bilder - zu Gunsten von realen Kulissen, Modellen und Tricks. So konnte "Serenity" deutlich günstiger als für die von Universal anfangs befürchteten 100 Millionen Dollar produziert werden.

Das Studio versuchte mit unterschiedlichen Werbemethoden - darunter der Aufführung des noch gar nicht fertigen Streifens in Städten, wo die Einschaltquoten für "Firefly" besonders hoch gewesen waren - oder mit der zeitweiligen Veröffentlichung der ersten neun Minuten im Internet, das Interesse der Öffentlichkeit zu wecken. Der Trailer im Internet erregte hohes Interesse, und die Kritiken für "Serenity" waren hervorragend.

Doch als der Film in die Kinos kam, wurde er ein kolossaler Reinfall, so dass Whedon bis zu "The Avengers" sieben Jahre später erstmal nur wieder für das Fernsehen tätig wurde. Während "Guardians of the Galaxy" zu Recht ein großer Hit geworden ist, kam "Serenity" aus unerfindlichen Gründen damals beim Publikum nicht an - trotz der bissigen Dialoge und der witzigen Charaktere, die diesen "Weltraum-Western" zu einem großen und zugleich spannenden Spaß machen. In Science Fiction-Kreisen genoss der Film sofort ein hohes Ansehen.

"Dieser Film ist wie ein Mantel- und Degenfilm im Weltraum. Joss Whedon trifft all die erforderlichen Weltraumoper-Noten, und er tut das mit einem Wortwitz und einem flotten Tempo, dass George Lucas noch das Ein oder Andere lernen könnte", schwärmte Kritiker Jim Lane für die "Sacramento News".



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