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Buddenbrooks - Ein Geschäft von einiger Größe
Buddenbrooks - Ein Geschäft von einiger Größe
© 2008 Warner Bros. Ent.

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Buddenbrooks - Ein Geschäft von einiger Größe (2008)

Neue Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Mann über das Zerbrechen einer Lübecker PatrizierdynastieUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.6 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 9 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Lübeck in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die alteingesessene Kaufmannsfamilie von Konsul Jean (Armin Mueller-Stahl) und Konsulin Bethsy (Iris Berben) Buddenbrook hat im Getreidehandel über Generationen ihr Glück gemacht und genießt, gesellschaftlich anerkannt, mit ihren drei Kindern Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Tony (Jessica Schwarz) das Leben einer wohlhabenden Patrizierfamilie in einer aufstrebenden Wirtschaftsmetropole.
Im Universum der Buddenbrooks ist das Private mit dem Geschäftlichen untrennbar verbunden, Familie und Firma sind eins. Persönliche Bedürfnisse treten hinter den sozialen Status zurück. Die Lebenswege der drei Buddenbrook-Erben sind vorbestimmt: Von den Söhnen wird das Erlernen des Kaufmannsberufs und seine Ausübung zum Wohle der Firma erwartet, für Tochter Tony ist eine standesgemäße
Ehe vorgesehen.
Als der Patriarch Jean stirbt, beginnt der Stern der Familie Buddenbrook langsam zu sinken. Die lebensfrohe Tony hat ihre – unstandesgemäße – große Liebe geopfert und sich, den Eltern zuliebe, in die Ehe mit dem Hamburger Kaufmann Grünlich (Justus von Dohnányi) gefügt, der sich als Betrüger und Mitgiftjäger entpuppt. Auch eine zweite Verbindung schlägt fehl. Christian, der jüngste Sohn, ist den Anforderungen eines Lebens nach Art der Buddenbrooks nicht gewachsen und flüchtet sich in künstlerische Zerstreuung und amouröse Abenteuer. Und Thomas (Mark Waschke), der Älteste, versucht mit aller Kraft, das geschäftliche Geschick festzuhalten und Glück und Wohlstand seiner Familie zu bewahren. Im Innersten ist er jedoch zutiefst erschöpft von
der zehrenden Verantwortung für Beruf und Familie. Seine schöne Frau Gerda (Léa Bosco) lebt nur für ihre Musik und gibt diese Liebe zu Thomas’ Unmut an den gemeinsamen Sohn Hanno (Raban Bieling) weiter, der für den Kaufmannsberuf
völlig ungeeignet scheint.
Sind es zunächst nur kleine Momente der Schwäche, so nimmt das bewegende Familienschicksal unerbittlich seinen Lauf. Die einst strahlende Patrizierdynastie zerbricht langsam am Lebenskonflikt zwischen geschäftlichen Interessen und Streben nach persönlichem Glück…

Bildergalerie zum Film

Von links nach rechts: Thomas Buddenbrook (Mark...ehl).Konsul Jean Buddenbrook (Armin Mueller-Stahl) bei...BörseChristian Buddenbrook (August Diehl)Die Hoffnung der Buddenbrooks: Hanno, Sohn von Gerda...milieEin vermeintlich prächtiges Geschäft: Thomas...zuvorLübeck tanzt: Die feine Gesellschaft feiert sich und...Leben


Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2008
Genre: Drama
Länge: 151 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 25.12.2008
Regie: Heinrich Breloer
Darsteller: Iris Berben, Sunnyi Melles, August Diehl
Verleih: Warner Bros.

ZusatzinformationAlles anzeigen

Am 6. Juni 1875 wird Paul Thomas Mann in Lübeck geboren. Der Vater, Johann Heinrich Mann, ist ein reicher Kaufmann und wird zwei Jahre später Finanzsenator der freien Hansestadt Lübeck. Die Mutter [...mehr] Julia, geborene da Silva Bruhns, stammt aus Brasilien.
Thomas Mann hat vier Geschwister: Den Bruder Heinrich (1871), der auch ein großer Schriftsteller werden sollte, die Schwestern Julia (1877) und Carla (1881) sowie den Bruder Viktor (1890). Thomas Mann macht kein Abitur, sondern verlässt das Gymnasium Katharineum 1893 in der 11. Klasse und zieht nach dem Tod des Vaters nach München. Mit einer Rente versehen und monatelang in Italien lebend, schreibt er kleinere Erzählungen und seinen ersten Roman "Buddenbrooks. Verfall einer Familie", der – 1901 erschienen – zur lebenslangen Basis seines Ruhms werden wird. `
1905 heiratet er Katia Pringsheim. Das Paar hat sechs Kinder: Erika (1905), Klaus (1906), Golo (1909), Monika (1910), Elisabeth (1918) und Michael (1919). Im Januar 1914 bezieht man das eigene Haus in München, in der Poschingerstraße 1, heute Thomas-Mann-Allee.
Thomas Mann ist ein berühmter Autor. Er wird immer mehr zum Repräsentant der deutschen Literatur. "Der Tod in Venedig" (1912), das letzte Werk vor dem 1. Weltkrieg, und "Zauberberg" (1924), einer der großen Romane der Weimarersd Republik, festigen seinen Ruhm. Thomas Mann wird von einem Konservativen zu einem Verteidiger der jungen deutschen Demokratie. 1929 erhält er den Literaturnobelpreis.
Nach der Machtergreifung Hitlers kehrt Thomas Mann, der auf einer Auslandsreise war, nicht mehr nach Deutschland zurück. Das Exil beginnt. Über Sanary-sur-Mer und
Küsnacht bei Zürich geht der Weg in die USA, wo Thomas Mann erst in Princeton an der Ostküste und ab 1942 in Pacific Palisades, in der Nähe von Los Angeles lebt und arbeitet. Hier entstehen die großen Exilromane "Joseph und seine Brüder" (1943) und "Doktor Faustus" (1947).
Thomas Mann ist einer der großen Hitlergegner. Sprichwörtlich geworden ist sein Ausspruch: „Wo ich bin, ist die Deutsche Kultur!“ mit dem er sich als Vertreter des anderen Deutschlands gegen das nationalsozialistische Deutschland wandte.
Obwohl 1944 amerikanischer Staatsbürger geworden, kehrt Thomas Mann 1951 nach Europa zurück – nicht nach Deutschland, dessen Teilung er nie akzeptiert hat, sondern
in die Schweiz. Er lebt die letzten Jahre in Kilchberg bei Zürich. Mit "Felix Krull", der als Fragment 1954 erscheint, feiert er seinen letzten großen Erfolg. Er stirbt, kurz nach
seinem weltweit begangenen 80. Geburtstag, am 12. August 1955 in Zürich. Sein Grab ist in Kilchberg. Sein Nachlass wird im Thomas-Mann-Archiv der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich verwahrt.

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