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Das gelbe Segel (2008)

The Yellow Handkerchief

Remake des japanischen Roadmovies "Yellow Handkerchief" (Yôji Yamada, 1977): Aus dem Gefängnis entlassen strandet Brett Hanson in einer Kleinstadt in Louisiana. Weil ihn die Erinnerung an seine große Liebe nicht loslässt, schreibt er ihr eine Postkarte, in der er sie um ein Zeichen bittet, solle sie ihn wiedersehen wollen: An ihrem Boot soll sie ein gelbes Segel hissenUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.6 / 5

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Brett Hanson wird nach sechs Jahren Gefängnis in die Freiheit entlassen. Er weiß nicht recht, ob es sich für ihn lohnt, in sein altes Leben zurückzukehren und so strandet er in einer Kleinstadt in Louisiana. Doch die Erinnerung an seine große Liebe May lässt ihn nicht los.
An einer abgelegenen Fährstation trifft Brett auf die junge Martine und ihren bizarren Begleiter Gordy. Gemeinsam setzen die drei einsamen Fremden ihren Weg fort. Zwischen Sümpfen, reifen Kornfeldern und endlosen Highways erkennen sie, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie zunächst glauben.
Brett beginnt sich zu öffnen und vertraut seinen jungen Begleitern die Geheimnisse seiner Vergangenheit an. Als er der Wahrheit schließlich ins Auge sehen muss, hat er nicht nur einen Weg zurück ins Leben, sondern auch zwei Freunde gewonnen.

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Das gelbe SegelDas gelbe Segel - Eddie Redmayne und Kristen StewartDas gelbe Segel - Eddie RedmayneDas gelbe Segel - Hurt, Stewart und RedmayneDas gelbe Segel - Kristen Stewart und W. HurtDas gelbe Segel - Maria Bello und William Hurt


Filmkritik

Eigentlich passiert nicht allzu viel in diesem Roadmovie: Der gerade aus dem Gefängnis entlassene Brett (William Hurt) trifft zwei sehr spezielle Jugendliche (Eddie Redmayne und Kristen Stewart) und fährt mit ihnen durch Louisiana. Dabei erzählt er ihnen in Rückblenden seine verpfuschte Liebesgeschichte mit der spröden May (Maria Bello).
Dass dieser eigentümlich altmodisch erzählte Film dennoch funktionert, liegt vor allem an der eindringlichen emotionalen Atmosphäre, welche die Schauspieler zwischen sich aufbauen – geführt von William Hurt, der allein für seine 1000 Megawatt-Blicke einen Oscar verdient hätte. Zumal er gegen einen scheußlichen Schneuzer anspielt… Verglichen mit seiner Rolle und der wie immer wunderbaren Bello erscheint die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen den Teenagern blass, obwohl sie durchaus spannungsreich beginnt.
Kristen Stewart, die jenseits vom "Twilight"-Rosawolkenuniversum auch mal was anderes darf, als nur mit sehnsuchtsvollen Hundeblicken um sich werfen, zeigt hier ihre sperrigere Seite. Dennoch lernt man ihren Charakter Martine leider nie so richtig kennen – ihr fehlt nämlich die Hintergrundgeschichte. Der Brite Eddie Redmayne zappelt als hypersensibler Gordy durchs Bild, ein sommersprossiger Blässling, der sich als "Native American" beschreibt. Beide Figuren erscheinen als charmante, eigenwillige Außenseiter, die sich einem nicht mit einem hach-sind-wir-exzentrisch entgegenschmeißen – eine der angenehmen Facetten des Independentfilms. Dass der Plot wenig Überraschungen bereit hält, und die eine oder andere Szene nicht hätte sein müssen, kann man hier großzügig übersehen. Langweilig wird’s schließlich nie.
Fazit: Verhalten nostalgischer Herbstfilm mit zwei präzise gespielten Liebesgeschichten, wobei das ältere Paar im Mittelpunkt steht - und das ist auch gut so, weil viel zu selten zu sehen.




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Land: USA
Jahr: 2008
Genre: Drama, Roadmovie
Länge: 102 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 19.11.2009
Regie: Udayan Prasad
Darsteller: Kristen Stewart, William Hurt, Maria Bello
Verleih: X Verleih

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