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Bridget Jones's Baby
Bridget Jones's Baby
© Studiocanal

Kritik: Bridget Jones' Baby (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Nach einer längeren Auszeit vom Filmgeschäft meldet sich die Oscar-Preisträgerin Renée Zellweger nun in ihrer Paraderolle als Bridget Jones zurück. Vor allem der erste Teil der mittlerweile zu einer Trilogie herangewachsenen Filmreihe um eine tolpatschige Singlefrau auf der Suche nach Mr. Right begründete 2001 Zellwegers Ruf als kompetente Komikerin mit Herz und gilt auch heute noch als besserer Vertreter des RomCom-Genres.

15 Jahre nach "Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück" und immerhin 12 Jahre nach "Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns" schließt der dritte Teil der Serie nun beinahe nahtlos an seine erfolgreichen Vorgänger an. Große Überraschungen darf man hier als Zuschauer nicht erwarten, lediglich dass Hugh Grant fehlt und durch Patrick Dempsey ersetzt wurde, ist eine bemerkenswerte Veränderung. Ansonsten bleibt vieles beim Alten und bewährte Stärken der vorangegangenen Produktionen werden erneut mobilisiert.

Neben den überzeugenden Hauptdarstellern können dabei besonders Regie und Drehbuch punkten: Sharon Maguire inszeniert wie auch schon beim ersten Teil mit einem guten Gespür für das richtige Timing, während Helen Fielding, die Autorin der Romanvorlage, wieder stärker als beim umstrittenen zweiten Teil am Skript mitgewirkt hat. An "Schokolade zum Frühstück" kann das neueste Abenteuer um Bridget Jones zwar dennoch nicht heranreichen, aber die Komödie ist deutlich stärker als der allzu klamaukige "Am Rande des Wahnsinns".

Gelungener Slapstick und feiner Dialogwitz bestimmen den Humor von "Bridget Jones' Baby" und lassen ebenso wie Zellwegers charmante Performance vergessen, dass die Geschichte mitunter etwas zu umständlich und zäh entwickelt wird. Altbackene Geschlechterrollen sowie vorhersehbare Wendungen dürften das Zielpublikum ebenso recht wenig stören, denn der Abschluss der Bridget-Jones-Reihe nimmt sich zum Glück selber nicht allzu ernst.

Fazit: Der dritte Teil der Bridget-Jones-Reihe kann zwar nicht ganz an die Qualität von "Schokolade zum Frühstück" heranreichen, aber bietet deutlich bessere Unterhaltung als der misslungene zweite Teil der Trilogie. Denn statt albernem Klamauk stehen nun gelungener Slapstick sowie feiner Dialogwitz wieder mehr im Vordergrund und lassen Renée Zellweger als charmante Titelheldin glänzen. Vorhersehbare Wendungen sowie die mitunter umständlich erzählte Story trüben das Vergnügen dennoch ein wenig.




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