oder

Love, Rosie - Für immer vielleicht (2013)

Love, Rosie

Romantik-Dramödie nach Cecelia Aherns Roman gleichen Titels: Rosie und Alex kennen sich seit ihrer Kindheit, doch in der Liebe finden sie wie "die zwei Königskinder" einfach nicht zusammen...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 6 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Die 18-jährige Rosie (Lily Collins) ist seit der Kindheit mit Alex (Sam Claflin) befreundet. Anstatt gemeinsam zum Abschlussball zu gehen, suchen sie sich jeweils andere Partner – sie werden dann sowieso voneinander erfahren, wie es war. Rosie geht mit Greg (Christian Cooke) ins Bett und wird prompt schwanger. So kann sie Alex nicht nach Boston folgen, obwohl auch sie dort einen Studienplatz erhalten hat. Eine lange Zeit ist Rosie nun einfach lahmgelegt – reduziert auf ihre Sorge für das Baby, mit dem sie bei den Eltern wohnt. So schwer ihr diese ungewollte Rolle auch fällt, sie schließt ihre kleine Katie ins Herz.

Mit Alex, der sie einmal besuchen kommt, hält Rosie Kontakt per E-Mail und SMS. Er lädt sie auch nach Boston ein, wo sie seine Lebensgefährtin Sally (Tamsin Egerton) kennenlernt und schockiert erfährt, dass das Paar ein Kind erwartet. Sie nimmt es ihrem engen Vertrauten übel, dass er selbst ihr diese Nachricht verschwiegen hat und reist im Zorn ab. Um Katie den lang vermissten Kontakt zum Vater zu ermöglichen, bindet Rosie den reumütigen Greg ins Familienleben ein und heiratet ihn schließlich sogar. Alex wiederum verlässt Sally, weil ihr Kind doch nicht von ihm ist. Wieder einmal haben die transatlantischen Freunde den passenden Zeitpunkt verpasst, um zueinander zu finden.

Bildergalerie zum Film

Love, Rosie - Für immer vielleichtFür immer vielleicht - BuchLove, Rosie - Für immer vielleichtLove, Rosie - Für immer vielleichtLove, Rosie - Für immer vielleichtLove, Rosie - Für immer vielleicht


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Eine Freundschaft, die über viele Jahre hauptsächlich aus einem regen E-Mail-Austausch besteht, ist das Thema dieses heiteren romantischen Films von Regisseur Christian Ditter. Seine erste englischsprachige Produktion basiert auf dem Bestseller "Für immer vielleicht" der irischen Schriftstellerin Cecelia Ahern. Der Film gehört zu jenen eher seltenen Glücksfällen, in denen die Leinwandversion das Original in Buchform noch übertrifft oder besser gesagt, veredelt. Denn während der Roman nur aus Brief- und anderem Schriftwechsel gebildet ist, findet Ditter ansprechende Spielszenen, um den Zuschauer unmittelbar am Alltag von Rosie und zum Teil auch von Alex teilnehmen zu lassen.

Wie schwierig es sein kann, eine Freundschaft aus Kindheitstagen in eine Liebesbeziehung zu überführen, sieht man hier nicht zum ersten Mal. Das so vertraute Paar begreift zunächst einfach nicht, dass da noch mehr ist, sein könnte. Sobald sich Rosies und Alex' Lebenswege aber einmal trennen, scheuen sie sich, den anderen mit ihrer Gefühlsbeichte zu belasten. Denn mal ist der eine gerade frisch verlobt, oder die andere steckt in einer Ehe fest, die halbwegs funktioniert. Diese vertrackte Situation führt zu aberwitzigen Momenten, etwa wenn Rosie eine Rede auf Alex' Hochzeit hält, die vielleicht doch eine Spur zu deutlich ausfällt. Der jahrelange emotionale Suspense, den die beiden Hauptcharaktere meistens nur halb bewusst durchleiden, zwingt sie zur ständigen Selbstdisziplin, schon aus Rücksicht auf den anderen. Aus der unscheinbaren Rosie wird im Laufe der Jahre eine starke Frau, die sich ihre fröhliche Zuversicht und Tatkraft trotz widriger Umstände bewahrt. Ihren Traum, ein eigenes Hotel zu eröffnen, verfolgt sie zum Beispiel eisern weiter, egal, wie es um ihr Liebesleben bestellt ist. Diese Erdung in der Wirklichkeit trägt sehr zur Attraktivität der Geschichte bei, die dadurch mehr als nur aus einem austauschbaren romantischen Stoff gestrickt ist.

Lily Collins und Sam Claflin harmonieren in den Hauptrollen gut, denn beide verstehen es, Leute mit Herzenswärme zu spielen und dabei trotzdem zurückhaltend zu wirken. Während Rosies Elternhaus kleinbürgerlich ist, kommt Alex mit den Schönen und Reichen in Kontakt, wie Sally und Bethany (Suki Waterhouse). Rosie aber steht mit beiden Beinen auf dem Boden und besitzt einen guten Humor, was ihren Mangel an Glamour zur Genüge ersetzt.

Auch Ditters Inszenierung ist von einem frischen Humor durchsetzt, es gibt Slapstick, überraschende Wendungen und sogar die Musik kann mal zum frechen Kommentar mutieren. Insgesamt hat man den Eindruck, dass sich die Geschichte im Vergleich zum Roman noch etwas verjüngt, pfiffiger wirkt. Mit seiner naiven und herzlichen Atmosphäre lädt dieser Film zum Träumen ein, ohne je billig zu wirken.

Fazit: Christian Ditter gelingt mit der Verfilmung von Cecelia Aherns Roman "Für immer vielleicht" eine frische und bezaubernde Romanze mit Tiefgang.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Love, Rosie - Für immer vielleicht

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2013
Genre: Komödie, Romantik
Kinostart: 30.10.2014
Regie: Christian Ditter
Darsteller: Lily Collins als Rosie Dunne, Sam Claflin als Alex Stewart, Tamsin Egerton
Verleih: Constantin Film

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.